Nach Beinahe-Havarie: Fähre fährt wieder
Nach TV-Dreh im April: Travemünder Pannenfähre Thema bei Komiker Mario Barth.

Seit vorigen Samstagmorgen pendelt die „Welt ahoi!“ wieder zwischen Travemünde und dem Priwall.Foto: Thomas Krohn
Travemünde. Fast alles wieder im Lot bei den Priwallfähren: Seit dem letzten Wochenende pendelt das Hybridschiff „Welt ahoi!“ nach seiner Beinahe-Havarie wieder zwischen Travemünde und dem Priwall. Nach Angaben der Stadtwerke Lübeck Mobil soll ein Ausfall des Antriebs Grund für die Manövrierunfähigkeit gewesen sein.

Bereits vor zwei Wochen wurde eine Fehlermeldung in der Feuerlöschanlage festgestellt. Weil die Dieselfähre „Pötenitz“ seit einiger Zeit zur Generalüberholung der Motoren bei Lübeck Port Authority (LPA) liegt, fuhr mehrere Tage lediglich ihr Schwesterschiff „Travemünde“. Mit der Folge, dass es häufig zu langen Wartezeiten auf beiden Seiten der Trave kam.

Mit der Wiederinbetriebnahme der „Welt ahoi!“ hat sich die Lage deutlich entspannt. Problematisch könnte es werden, wenn die offenbar störungsanfällige Hybridfähre erneut ausfällt. Nutzer hoffen, dass wenigstens die betagte „Travemünde“ durchhält, denn auch für sie steht Anfang nächsten Jahres im Rahmen der turnusmäßigen Instandhaltungsarbeiten ein Motorenaustausch an – wenn dann die „Pötenitz“ wieder einsatzbereit ist.

Die „Welt ahoi!“ ist nach wie vor eines der Hauptgesprächsthemen in Travemünde. Sie schaffte es auch ins Schwarzbuch 2024/2025 des Bunds der Steuerzahler. Das rief vor fünf Monaten den bundesweit bekannten Komiker Mario Barth auf den Plan. Ein Team des Fernsehsenders RTL drehte in Travemünde für die Show „Mario Barth deckt auf!“. In der Sendung weisen Prominente auf angebliche Steuerverschwendungen hin. Der Beitrag wurde vor einiger Zeit auf RTL gezeigt. Die „Welt ahoi!“ wurde in der Stralsunder Werft Ostseestaal gebaut und im November 2023 nach Travemünde ausgeliefert. Schwierigkeiten mit der Steuerung, nicht passende Ladeklappen, defekte Batteriepacks – die Mängelliste wurde lang und länger. Immer wieder musste nach Testfahrten nachgebessert und repariert werden. Längere Zeit im Routinebetrieb fuhr die Fünf-Millionen-Euro-Fähre so gut wie nie.

Falls sie jetzt wieder ausfällt und auch keine der Dieselfähren fahren kann, gäbe es einen Notfallplan, sagt Stadtwerke-Sprecher Tim Krawczyk. „Für den Fährbetrieb bestehen betriebliche Konzepte für unterschiedliche Ausfall- und Störungsszenarien. Diese werden regelmäßig überprüft und berücksichtigen auch die Einbindung von Notfall- und Rettungsdiensten.“ und TKR
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