Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die jährliche Grippeimpfung insbesondere für Menschen ab 60 Jahren, Schwangere ab dem vierten Schwangerschaftsmonat sowie für Kinder ab sechs Monaten, Jugendliche und Erwachsene mit bestimmten Grunderkrankungen und einem dadurch erhöhten gesundheitlichen Risiko. Die Empfehlung gilt außerdem für Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeeinrichtungen, medizinisches Personal und andere Personen mit einem erhöhten beruflichen Risiko sowie für Menschen, die engen Kontakt zu besonders gefährdeten Personen haben. Auch wer nicht zu einer Risikogruppe gehört, kann sich gegen Grippe impfen lassen. Ob eine Impfung sinnvoll ist, sollten Patientinnen und Patienten mit ihrer Ärztin oder ihrem Arzt besprechen.
Da sich die zirkulierenden Grippeviren verändern, werden die Impfstoffe jährlich angepasst. Zudem lässt der Impfschutz nach einigen Monaten nach. Deshalb sollte die Grippeimpfung jedes Jahr erneuert werden. Wer sich rechtzeitig impfen lässt, kann das Risiko einer Grippeerkrankung und insbesondere schwerer Verläufe verringern. Die Grippeimpfung sollte möglichst von Oktober bis Mitte Dezember erfolgen. Der Körper benötigt etwa 10 bis 14 Tage, um den Impfschutz vollständig aufzubauen.
Grippeimpfungen werden nicht nur in Hausarztpraxen angeboten. Je nach Alter und persönlicher Situation können sich Patientinnen und Patienten zum Beispiel auch in kinder- und jugendärztlichen sowie in gynäkologischen Praxen gegen Grippe impfen lassen.