Gut geschützt durchdie Grippesaison
Individuelle Beratung in der Arztpraxis schafft Sicherheit.

Schleswig-Holsteins Gesundheitsministerin von der Decken ließ sich gleich zu Beginn der Infektsaison gegen Grippe impfen.Foto: Nikolaus Schmidt
Kiel/Bad Segeberg. Zum Start der Grippesaison rufen Gesundheitsministerin Prof. Dr. Kerstin von der Decken und die Kassenärztliche Vereinigung Schleswig-Holstein (KVSH) dazu auf, den eigenen Impfstatus überprüfen zu lassen und empfohlene Schutzimpfungen wahrzunehmen. Gerade bei Menschen mit Vorerkrankungen oder einem erhöhten Risiko für schwere Krankheitsverläufe kommt es darauf an, die persönliche gesundheitliche Situation bei der Impfberatung zu berücksichtigen. Dabei kann gleichzeitig geprüft werden, welche Impfungen bereits erfolgt sind und ob Impflücken bestehen. Rund um die Grippeschutzimpfung gibt es noch immer viele Missverständnisse und Fehlinformationen. So wird die Grippe häufig mit einer harmlosen Erkältung verwechselt. Dabei kann eine Influenza zu schweren Verläufen und ernsthaften Komplikationen wie Herzmuskelentzündungen führen – insbesondere bei Menschen mit Vorerkrankungen.

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die jährliche Grippeimpfung insbesondere für Menschen ab 60 Jahren, Schwangere ab dem vierten Schwangerschaftsmonat sowie für Kinder ab sechs Monaten, Jugendliche und Erwachsene mit bestimmten Grunderkrankungen und einem dadurch erhöhten gesundheitlichen Risiko. Die Empfehlung gilt außerdem für Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeeinrichtungen, medizinisches Personal und andere Personen mit einem erhöhten beruflichen Risiko sowie für Menschen, die engen Kontakt zu besonders gefährdeten Personen haben. Auch wer nicht zu einer Risikogruppe gehört, kann sich gegen Grippe impfen lassen. Ob eine Impfung sinnvoll ist, sollten Patientinnen und Patienten mit ihrer Ärztin oder ihrem Arzt besprechen.

Da sich die zirkulierenden Grippeviren verändern, werden die Impfstoffe jährlich angepasst. Zudem lässt der Impfschutz nach einigen Monaten nach. Deshalb sollte die Grippeimpfung jedes Jahr erneuert werden. Wer sich rechtzeitig impfen lässt, kann das Risiko einer Grippeerkrankung und insbesondere schwerer Verläufe verringern. Die Grippeimpfung sollte möglichst von Oktober bis Mitte Dezember erfolgen. Der Körper benötigt etwa 10 bis 14 Tage, um den Impfschutz vollständig aufzubauen.

Grippeimpfungen werden nicht nur in Hausarztpraxen angeboten. Je nach Alter und persönlicher Situation können sich Patientinnen und Patienten zum Beispiel auch in kinder- und jugendärztlichen sowie in gynäkologischen Praxen gegen Grippe impfen lassen.

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