Belttunnel: Belastungstest für spezielle Elemente
Absenkponton „Ivy“ besteht entscheidende Prüfung.

Der Absenkponton „Ivy“ wurde für das Absenken eines Spezialelements erfolgreich getestet und zugelassen. Um das Gewicht des Elements während des Tests zu erhöhen, wurden auf seiner Oberseite große mit Wasser gefüllte Ballastsäcke angebracht.Foto: Sund & Bælt
Fehmarn/Lolland. Der Fehmarnbelttunnel wächst. Stück für Stück wird er auf den Grund der Ostsee abgesenkt. In den kommenden Tagen soll das vierte von 79 Standardelementen platziert werden. Gelingt dies, wären 900 Meter des 18 Kilometer langen Bauwerks zwischen Deutschland und Dänemark an ihrem Platz. Für Aufmerksamkeit sorgt jetzt die Meldung, dass der Absenkponton „Ivy“ den entscheidenden Belastungstest für das Absenken des ersten Spezialelements absolviert hat.

Während die Standardelemente jeweils 217 Meter lang sind, kommen die zehn Spezialelemente auf gerade einmal 39 Meter Länge. Sie sollen im Abstand von etwa zwei Kilometern platziert werden und verfügen im Gegensatz zu den Standardelementen über ein Untergeschoss. In diesem sollen verschiedenste technische Anlagen für den Betrieb des Tunnels untergebracht werden.

Denise Juchem ist Sprecherin des dänischen Staatsunternehmens Femern A/S. Dieses ist für die Planung und den Bau des längsten Absenktunnels der Welt zuständig. Juchem erklärt: „In den Straßenröhren der Spezialelemente gibt es zudem Haltebuchten, in denen Servicefahrzeuge halten können, ohne den Autobahnverkehr zu behindern.“ Mit 39 Metern Länge, 42 Metern Breite und 13 Metern Höhe entspreche jedes Spezialelement in seinen Abmessungen etwa einem vierstöckigen Gebäude.

Aufgrund des vorhandenen Untergeschosses müsse das Spezialelement beim Transport vom Arbeitshafen vor der dänischen Küste bis zur eigentlichen Absenkstelle in der Ostsee weiter aus dem Wasser ragen als das Standardelement. „Wird das Element weiter aus dem Wasser gehoben, nimmt der Auftrieb ab und die Belastung für Ivy steigt. Diese zusätzliche Belastung wurde bei dem Test simuliert“, sagt Denise Juchem.

Und zwar so: „Während des Tests wurde das vierte Element mit zusätzlichen 1600 Tonnen belastet. Das Gewicht wurde auf große Wasser-Ballastsäcke auf der Oberseite des Elements und auf Tanks im Inneren des Elements verteilt”, führt die Sprecherin aus. Um den Test zu bestehen, habe der Absenkponton das Element auf dieselbe Höhe anheben müssen, die für den Transport eines Spezialelements erforderlich ist.

So geht es weiter

Fest steht: Der Test war erfolgreich. Anschließend wurden die Ballastsäcke entfernt und mit der Vorbereitung für das Absenken des vierten Standardelements wurde begonnen. und SER
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