Retter von Morgen auf dem Prüfstand
Abschlussübung der 15 Lübecker Jugendfeuerwehren – Überblick, Einsatz, Teamwork.

„Brand in der Grundschule" – war nur eines der Szenarien, in denen die Nachwuchsfeuerwehrleute eigenständig entscheiden und handeln mussten.Foto: Lübecker Jugendfeuerwehren
Lübeck. Mitte September trafen sich die 15 Lübecker Jugendfeuerwehren im Stadtteil Büssau, um in der jährlichen Abschlussprüfung ihr bis dahin erlerntes Wissen bei Einsatzübungen anzuwenden. Dort hielt die ausrichtende Freiwillige Feuerwehr Lübeck Büssau für die rund 180 Jugendlichen fünf Stationen bereit. Unter den wachsamen Augen von Branddirektor Thomas Köstler und Bereitschaftsführer Christian Kröger konnten die in fünf Züge aufgeteilten jungen Nachwuchsfeuerwehrleute zeigen, was sie draufhatten. Beispielsweise in den Einsatzszenarien „Feuer Schulgebäude“ und „Feuer landwirtschaftliches Gebäude“, in denen es darum ging, sich einen Überblick der Lage machen, um dann entsprechend zu handeln. Von der Wasserversorgung über das Suchen von Personen im Gebäude bis zur ersten Hilfe lag alles in den Händen der Jugendlichen. Bei einer weiteren Übung kamen sie zu einem verunglückten Kleinbus, der auf dem Waldweg gegen einen umgestürzten Baum gefahren ist. Hier galt es, die in Panik geratenden und unter Schock stehenden Autoinsassen im Wald zu suchen und ebenfalls erste Hilfe zu leisten. Kunstblut und Schminke machten das Einsatzszenario „Unfall Industriegebiet“ sehr realistisch. Hier war ein Auto gegen eine betriebliche Anlage gefahren, die unter Strom stand. Der Pkw fing Feuer und die Insassen liefen verwirrt über das Gelände. Anders als in den üblichen Übungsdiensten war bei dieser Abschlussprüfung wehrübergreifendes Teamwork gefragt. An ihrer Seite immer die Feuerwehrwarte sowie Betreuer. Ziel der Abschlussprüfung war neben der Feststellung des Staus Quo der Ausbildung auch, den Jugendlichen eine möglichst realistische Einsatzsituation zu zeigen. In erste Linie sollte allerdings der Spaß stehen. Dank der guten Organisation und Planung der Freiwilligen Feuerwehr Büssau war der auf jeden Fall gegeben.
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