Unter dem bundesweiten Motto „NetzWERKE: Denkmale & Infrastruktur“ richtet die Deutsche Stiftung Denkmalschutz in diesem Jahr den Blick auf die Infrastruktur, die unser Zusammenleben ermöglicht: Was verbindet uns? Was versorgt uns? Und welche Spuren haben diese Netzwerke in unseren Städten hinterlassen? In Lübeck geht der Blick dabei noch weiter: Denn Netzwerke können ganz unterschiedlich sein – technisch, wirtschaftlich, gesellschaftlich, kulturell oder räumlich.
In enger Zusammenarbeit organisieren und koordinieren der Bereich Archäologie und Denkmalpflege der Hansestadt Lübeck und das Ortskuratorium Lübeck der Deutschen Stiftung Denkmalschutz den diesjährigen Aktionstag. Das Ergebnis: mehr als 60 Veranstaltungen, die dazu einladen, Lübecks Geschichte aus neuen Perspektiven zu entdecken.
Türen öffnen,
Geschichten erzählen
Zahlreiche Denkmale öffnen an diesem Tag ihre Türen und geben Einblicke, die sonst nicht möglich sind. Brücken, Kirchen, Schulen, Speicher und ehemalige Klöster werden zu Schauplätzen einer lebendigen Zeitreise. Eigentümerinnen, Denkmalpfleger, Archäologinnen, Architekten sowie engagierte Mitglieder des Ortskuratoriums nehmen die Besucherinnen und Besucher mit auf eine Reise durch die Jahrhunderte.
In der Marienkirche, der Pilgerherberge, dem Rathaus oder im Nitsche Hof geht es neben der Geschichte der jeweiligen Orte auch um die Frage, wie Denkmale heute bewahrt, genutzt und für die Zukunft weiterentwickelt werden.
Doch der Tag des offenen Denkmals beschränkt sich nicht auf einzelne Gebäude. Bei Spaziergängen lässt sich Lübeck als vernetzter Stadtraum erleben: Auf der Nördlichen Wallhalbinsel und entlang der Ober- und Untertrave steht die Stadt am Wasser im Mittelpunkt. Weitere Rundgänge führen in die Vorstädte, unter anderem nach St. Jürgen oder in die Werkssiedlung Herrenwyk. Dabei wird sichtbar, wie eng Wohnen, Arbeiten, Verkehr, Handel und Versorgung miteinander verbunden waren – und wie diese Strukturen das Gesicht Lübecks bis heute bestimmen.
Lübeck im Film:
Ein Blick auf die
Industriegeschichte
Auch am Abend bleibt der Blick auf die Lübecker Geschichte gerichtet. Anstelle des traditionellen Abendvortrags steht in diesem Jahr eine Filmvorführung auf dem Programm: „Leben und Arbeiten in Lübeck in historischen Industriefilmen aus der Zeit von 1942–1992“. Beginn ist um 17.30 Uhr im Großen Saal der Gemeinnützigen.
Damit bietet der Tag nicht nur Gelegenheit, bekannte Orte neu zu sehen, sondern auch längst vergangene Arbeits- und Lebenswelten wiederzuentdecken.
Ein Tag voller
Entdeckungen
Der Tag des offenen Denkmals ist eine Einladung, Lübeck mit anderen Augen zu betrachten. Wer durch die Stadt geht, entdeckt hinter vertrauten Fassaden Geschichten, die von Menschen, Arbeit, Handel, Mobilität und Wandel erzählen. Manche Türen führen dabei an Orte, die sonst nicht zugänglich sind. Andere Veranstaltungen zeigen Bekanntes aus einer überraschend neuen Perspektive.
Wer Lübeck kennt, wird an diesem Tag vielleicht Neues entdecken. Wer Lübeck neu kennenlernt, kann kaum einen besseren Anlass finden, die Stadt und ihre Geschichte zu erleben.
Informationen zu allen Veranstaltungen, zu Adressen, Öffnungszeiten und zum jeweiligen Anmeldeverfahren bietet das gedruckte Lübecker Programm des Ortskuratoriums. Es ist an zahlreichen öffentlichen Stellen erhältlich, unter anderem in der Stadtbibliothek, im Rathaus, in den Kirchen, bei der Volkshochschule und bei der Lübeck und Travemünde Marketing GmbH.
Das vollständige Programm ist außerdem auf der Website der Lübecker Denkmalpflege unter www.luebeck.de/denkmalpflege und auf der Website der Deutschen Stiftung Denkmalschutz unter www.tag-des-offenen-denkmals.de sowie in der App zum Tag des offenen Denkmals abrufbar.
Der Eintritt zu den Veranstaltungen ist – soweit nicht anders angegeben – frei. Für einzelne Führungen und Veranstaltungen ist eine vorherige Anmeldung erforderlich.