Keine Erkältung,
keine Grippe
Wichtig zu wissen ist zunächst einmal, dass die Sommergrippe trotz dieses Namens mit der Grippe, der Influenza, eigentlich nichts gemeinsam hat. Diese fängt plötzlich und mit von Beginn an starken Symptomen an. Erkältungskrankheiten beginnen langsamer, und die Beschwerden steigern sich allmählich. Näher liegt also der Vergleich mit der Herbst-Winter-■ Husten
■ Schnupfen
■ Heiserkeit und Halsschmerzen
■ Kopfschmerzen sowie Glieder- oder Ohrenschmerzen
■ Fieber
■ Schüttelfrost
Diese Auswahl von Beschwerden ist typisch für die gewöhnliche Erkältung, aber auch für die Sommergrippe. Die Viren, die die Sommergrippe auslösen, vermehren sich aber im Darm. Deswegen können bei einer Sommergrippe noch einige Symptome hinzukommen, die für die Winter-Erkältung untypisch sind, nämlich:
■ Übelkeit
■ Erbrechen
■ Durchfall
Bald wieder
fit werden
Ein Unterschied zur gewöhnlichen Erkältung liegt glücklicherweise darin, dass die Sommergrippe häufig noch milder verläuft und sich zudem schneller bessert. Diese Besserung spürt man oft schon nach ungefähr drei Tagen. Die hilfreichen Maßnahmen ähneln wiederum denen bei einer Erkältung:
■ viel trinken
■ Hausmittel wie Hühnerbrühe und Tee (Ingwertee)
■ Wadenwickel (Brustwickel bei Kleinkindern) oder Paracetamol gegen Fieber
■ Lutschtabletten bei Heiserkeit
Sommergrippe bei
den Kleinsten
Der typische Weg, sich mit einer Sommergrippe anzustecken, ist eine Schmierinfektion. Das ist ein weiterer Unterschied zur gewöhnlichen Erkältung, die hauptsächlich durch Tröpfcheninfektion beim Husten oder Niesen übertragen wird. Aufgrund dieses Übertragungsweges stecken sich kleine Kinder besonders schnell mit einer Sommergrippe an, denn die Kleinen nehmen noch vieles in den Mund und halten darüber hinaus die Regeln für eine gute Handhygiene logischerweise bei Weitem nicht so gut ein wie Erwachsene. Erkrankungen, die sich durch Schmierinfektionen übertragen, haben deswegen grundsätzlich leichteres Spiel bei Kleinkindern. Auch hier ist eine Sommergrippe meist harmlos. Mit hohem Fieber sollte man aber zum Arzt gehen. Bei Säuglingen sollte man bei Fieber immer zum Arzt, hier liegt die Grenze bereits bei 38 Grad. Auch bei Übelkeit und Durchfall sollte man Kinder besonders im Auge behalten, denn der Flüssigkeitsverlust macht ihnen deutlich schneller zu schaffen als Erwachsenen.
Bei Kindern gilt darüber hinaus: Finger weg von Medikamenten für Erwachsene! Auch wenn man das Sommergrippe-Medikament jetzt ohnehin schon zu Hause hat, braucht man für die Kleinen die richtige Dosierung, die an das geringere Körpergewicht angepasst ist.
Lieber Vorbeugen
als Auskurieren
Um den Sommer unbeschwert genießen zu können, gibt es einige Maßnahmen, mit denen man vorbeugen kann, damit einen die Sommergrippe gar nicht erst erwischt. Die bereits erwähnte Handhygiene wirkt hier Wunder, gerade Schmierinfektionen lassen sich durch das Händewaschen gut ausbremsen. Die Oberflächen im Haushalt, die oft von vielen Familienmitgliedern angefasst werden, regelmäßig abzuwischen, schränkt die Verbreitung der Viren ebenfalls ein.
Tatsächlich wird die Sommergrippe von Kälte begünstigt, darum sollte man nasse Badesachen im Freibad schnell wechseln. Auch Zugluft und Klimaanlagen helfen den Krankheitserregern, denn diese tragen dazu bei, die Schleimhäute auszutrocknen. Regelmäßiges Lüften ist sinnvoll, denn Viren können sich in schlecht gelüfteten Räumen leichter verbreiten. Weitere Orte, an denen sich die Sommergrippe-Viren gut übertragen, sind alle Orte, wo viele Menschen engen Kontakt haben oder dieselben Oberflächen anfassen, zum Beispiel die öffentlichen Verkehrsmittel.
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