Laut einer repräsentativen forsa-Umfrage im Auftrag der AOK hat mehr als jede dritte Person (36 Prozent) in Deutschland eine ärztlich diagnostizierte Allergie. Die häufigste ist dabei die Pollenallergie (59 Prozent). Durch den Klimawandel ist in den nächsten Jahren vermehrt mit länger andauernden und stärkeren Pollenbelastungen zu rechnen. „Schon minimale Pollenkonzentrationen der Ambrosiapflanze können allergische Reaktionen wie Bindehautreizungen, Heuschnupfen oder allergisches Asthma auslösen“, warnt AOK-Serviceregionsleiter Reinhard Wunsch.
Das Umweltbundesamt vermutet, dass sich das Verbreitungsgebiet und die Eigenschaften der Ambrosia-Pollen durch den Klimawandel verändern. Auch durch heruntergefallene Samen im Vogelfutter kann sich die Ambrosia im Garten verbreiten. Die Dauer der ‚Heuschnupfen‘-Saison wird sich ebenfalls durch den Klimawandel verlängern. Die neu auftretenden Pflanzen mit allergenen Pollen, wie zum Beispiel die Beifuß-Ambrosie, beginnen erst im Juli zu blühen, und die Blüte dauert bis zum ersten Frost an. Laut Bundesumweltamt ist die allergene Wirkung ihrer Pollen fünfmal höher als die von Gräserpollen. Zu den Symptomen zählen eine laufende Nase mit Nies- und Juckreiz sowie juckende, gerötete Augen mit Tränenfluss. Auch kann sich ein saisonales allergisches Asthma entwickeln, das sich während der Blütezeit durch trockenen Husten, Atemnot und verringerte Belastbarkeit äußert. „Bei Personen mit einer bestehenden Beifußallergie kann es aufgrund von Kreuzreaktionen bereits beim ersten Kontakt mit Ambrosia-Pollen zu allergischen Beschwerden kommen“, so Wunsch. Beim direkten Hautkontakt können bei empfindlichen Personen Hautreizungen oder allergische Hautreaktionen auftreten.Die Ambrosia-Pflanze ist seit mehreren Jahren als gesundheitsgefährdend bekannt. Die Ausbreitung kann verhindert werden, indem Funde dem Grünflächenamt in Lübeck oder unter www.ambrosiascout.de gemeldet werden.