Streams, Absteiger, Trainer: Das wird 2026/27 neu
Erstmals Live-Bilder nur gegen Bezahlung – Todesfeldes Sörensen schon Dauerbrenner bei den Trainern

In der kommenden Saison gibt es in der Regionalliga Nord ein paar Neuerungen –bei den Bewegtbildern genauso wie im sportlichen Bereich. Ein kurzer Überblick, was in den verschiedenen Bereichen zu beachten ist.
Streaming: In dieser Saison werden die Spiele der Regionalliga Nord erstmals hinter einer Bezahlschranke gestreamt – genau wie die Staffeln West und Südwest beim Anbieter Leagues. Im Frühjahr hatten die Vereine für einen Verkauf der Medienrechte gestimmt, nachdem die Produktion der kostenlosen Live-Spiele via nordfv.tv jeden Verein jährlich eine fünfstellige Summe gekostet hatte. Jetzt verdienen die Vereine je nach Zuschauerinteresse. Ein Einzelspiel kostet 5,99 Euro, ein Monatsabo für die komplette Liga 25 Euro. Zudem gibt es Vereinsabos für alle Auswärtsspiele (68 Euro) und sämtliche Saisonspiele (136 Euro).

Aufstiegsspiele: Im Gegensatz zur Vorsaison muss der Meister der Regionalliga Nord in dieser Saison wieder zwei Aufstiegsspiele gewinnen, um in die 3. Liga zu kommen. Der Meister der Nord-Staffel spielt Ende Mai gegen den Titelträger aus Bayern, wo Zwangsabsteiger TSV 1860 München als Favorit ins Rennen geht, den letzten Aufsteiger aus.
Abstiegsregelung: In dieser Saison können in der Regionalliga Nord zwischen zwei und fünf Mannschaften absteigen. Rechnerisch gesichert ist somit erst der Tabellen-13. Zu den zwei regulären Absteigern kann jeweils ein weiterer kommen, falls der TSV Havelse und der SV Meppen aus der 3. Liga absteigen und wenn der Nord-Meister in den Aufstiegsspielen gegen den Bayern-Meister den Aufstieg verpasst.

Letzter Spieltag: Wie schon in der Vorsaison plant der NFV, den Abschluss der Saison, der stets zeitgleich gespielt werden muss, an einem Samstag um 18 Uhr durchzuführen. Der 34. Spieltag ist für den 22. August geplant.
Zuschauerschnitt: Im Vorjahr stellte der SV Meppen nicht nur das sportlich erfolgreichste Team, sondern begrüßte auch 7868 Zuschauer im Schnitt – mehr als jedes andere Team seit Einführung der Regionalliga in den jetzigen Grenzen von 2012. Nur der VfB Oldenburg und der VfB Lübeck hatten mehr als 3000 Besucher im Schnitt, zwölf Vereine hatten dreistellige Schnittzahlen. Mit Altona 93 (2340 Fans im Schnitt/Platz 5) stieg ein Team mit guten Besucherzahlen ab. So dürfte der Gesamtschnitt von 1544 Zuschauern in der Vorsaison diesmal sinken.
Neue Besen: Genau die Hälfte aller Vereine geht mit einem neuen Cheftrainer in die Saison, wobei Kevin Wölk (Phönix Lübeck) bereits die letzten drei Spiele der Vorsaison als Interimscoach mitverantwortete. Am längsten ist von den 18 Trainern Todesfeldes Björn Sörensen im Amt, der bereits in seine vierte Saison geht. Kurz dahinter folgt Drochtersens Oliver Ioannou, der im Herbst 2023 übernahm. Ansonsten sind nur Can Schultz (Eimsbüttel) und Christian Benbennek (Schöningen), die mit ihren Teams aufstiegen, länger als zwei Jahre im Amt.
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