Jahrelang mussten Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte der Schule Grönauer Baum in St. Jürgen immer mehr zusammenrücken. Platz sei an der kleinen Grundschule eigentlich nur für zehn Klassen, sagt die Verwaltung: „Es werden jedoch bereits 14 Klassen beschult.“
Um Klassenräume zu schaffen, wurden die Bibliothek und der Streitschlichterraum aufgelöst und der Musikraum geteilt. Zudem fehle es an Räumen für die Ganztagsbetreuung, Mittagsversorgung, die Verwaltung und die Lehrkräfte, für die Bücherei und die Streitschlichtung, listet der Bereich Schule und Sport der Hansestadt auf.
Um die größte Raumnot zu lindern, hat die Bürgerschaft dem Kauf einer leerstehenden Containeranlage des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) zugestimmt. Diese werde zum kommenden Schuljahr in Betrieb genommen. Hier stehen nach Angaben der CDU-Bürgerschaftsfraktion künftig acht großzügige Klassenräume sowie einige Differenzierungsräume zur Verfügung.
Anfang 2028 zieht die Schule in die große Containeranlage
Für den Abriss von Teilen der Schule und die Sanierung des Altbaus wird eine große Containeranlage als Übergangslösung auf das Schulgelände gestellt. Diese Anlage soll die gesamte Schule für zwei Jahre aufnehmen und wird Anfang 2028 den Betrieb aufnehmen. Unmittelbar danach beginnen die Arbeiten an den bestehenden Schulgebäuden.Nach Angaben der CDU werden rund 28 Millionen Euro in den Schulbau investiert. Zusätzlich fallen gut fünf Millionen Euro für die Übergangslösung an. „Damit wird eine Zeit des Improvisierens bald enden“, sagt der CDU-Finanzpolitiker Bernhard Simon.
Für rund 1,8 Millionen Euro soll der eingeschossige Pavillon des Carl-Jacob-Burckhardt-Gymnasiums ausgebaut werden. Auch für diese Baumaßnahme hat die Bürgerschaft grünes Licht gegeben. Das städtische Gebäudemanagement geht davon aus, dass der Schulbetrieb im Pavillon zum Schuljahr 2027/2028 wiederaufgenommen werden kann.
„Langfristig ist es gut, diesen zusätzlichen Raum zu haben“, sagt Arne Bössel, Vorsitzender des Elternbeirats, „allerdings ist der allgemeine Nutzen begrenzt.“ Das drängende Problem fehlender Fach- und Differenzierungsräume behebe die Erweiterung des Pavillons nicht.