Tipps für moderne Gartenbewässerung
TÜV Süd berät, worauf Verbraucher beim Kauf von Schläuchen, Bewässerungscomputern und Co. achten sollten

Moderne Bewässerungssysteme machen das Gartenleben deutlich leichter.Fotos: Conny Kurz, Helmut Kuzina
Wenn die Temperaturen steigen und Niederschläge seltener werden, benötigen Rasen, Beete, Kübelpflanzen und Hecken regelmäßige Pflege. Das macht viel Arbeit, doch eine gut abgestimmte Gartenbewässerung hilft dabei, Pflanzen zuverlässig mit Wasser zu versorgen. Ob Gartenschlauch, Schlauchaufroller oder Bewässerungscomputer – beim Kauf sollten Verbraucher auf Materialqualität, Dichtigkeit, Bedienbarkeit und passende Anschlüsse achten. TÜV SÜD-Produktexpertin Lisa Götz erklärt, woran gute Produkte zu erkennen sind.

Passend zu Garten und

Nutzung

„Verbraucher sollten vor dem Kauf prüfen, welche Bereiche regelmäßig bewässert werden müssen und wie weit diese vom Wasseranschluss entfernt sind“, sagt Lisa Götz. Für Balkon, Terrasse oder einzelne Kübelpflanzen reichen meist kompakte Schlauchsysteme, Gießstäbe oder Tropfbewässerungssets. Für größere Gärten, Rasenflächen oder mehrere Beete sind Schlauchwagen, Regner oder Bewässerungscomputer praktischer.

Wasser gezielt einsetzen

Damit die Bewässerung effizient bleibt, sollte das Wasser möglichst dort ankommen, wo es gebraucht wird. Tropfbewässerungssets eignen sich besonders für Kübelpflanzen, Beete oder Hecken, da sie das Wasser langsam und bodennah abgeben. So gelangt die Feuchtigkeit direkt an die Wurzeln und es verdunstet weniger Wasser. Gießstäbe und Brausen sind wiederum sinnvoll, wenn einzelne Pflanzen gezielt gegossen werden sollen. Regner sind vor allem für Rasenflächen geeignet, sollten aber zur jeweiligen Fläche passen. Auch der Zeitpunkt ist entscheidend: Morgens oder abends verdunstet weniger Wasser als in der Mittagshitze.

Schläuche und Anschlüsse an der Qualität erkennen

Bei Gartenschläuchen sollten Verbraucher auf nachvollziehbare Herstellerangaben zu Betriebsdruck, Berstdruck, Temperaturbereich und UV-Beständigkeit achten. Der Betriebsdruck zeigt an, für welchen Wasserdruck der Schlauch im Alltag ausgelegt ist. Der Berstdruck sollte deutlich darüber liegen, damit der Schlauch auch kurzfristige Druckspitzen aushält. „Gute Schläuche sind robust, flexibel und knickstabil“, erklärt die Produktexpertin. „Mehrlagige Modelle mit Gewebeeinlage bieten häufig mehr Formstabilität als einfache, dünnwandige Schläuche.“ Auch Kupplungen und Anschlussstücke sollten hochwertig verarbeitet sein. Dicht schließende Verbindungen, passgenaue Dichtungen, leichtgängige Gewinde, saubere Kanten und fest sitzende Bauteile sprechen für gute Qualität.

Bewässerungscomputer

erleichtern Bedienung

Bewässerungscomputer sind praktisch, wenn regelmäßig zu festen Zeiten gegossen werden soll. Sie helfen, Wasser bedarfsgerecht einzusetzen und unnötiges Gießen zu vermeiden. Beim Kauf sind eine einfache Bedienung, ein gut lesbares Display, klar beschriftete Tasten, eine manuelle Start- und Stoppfunktion sowie eine Batteriestandsanzeige wichtig. Sinnvoll sind auch Anschlüsse für Regen- oder Bodenfeuchtesensoren.

Schlauchaufroller und -wagen sicher verstauen

Schlauchaufroller und -boxen sowie Schlauchwagen sorgen für Ordnung und helfen, Stolperstellen zu vermeiden. Entscheidend sind ein stabiler Stand, leicht laufende Räder, eine belastbare Kurbel oder ein kontrollierter Rücklauf. Bei Wandboxen muss die Halterung zum Untergrund passen und die Zugkräfte sicher aufnehmen.

Pflege und Prüfzeichen

Für eine lange Nutzungsdauer sollten wasserführende Teile regelmäßig kontrolliert, vor dem Winter entleert und frostgeschützt gelagert werden. Bewässerungscomputer sollten trocken und ohne Batterie überwintern. „Beim Kauf können anerkannte Prüfzeichen zusätzliche Orientierung geben. Je nach Produkt kommen etwa das GS-Zeichen für Geprüfte Sicherheit oder das blaue TÜV SÜD-Oktagon infrage“, sagt Lisa Götz. und ots/tüv süd
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