Finnlines baut dreineue Öko-Super-Fähren 500-Millionen-Euro-Bekenntnis zum klimaneutralen Ostseeverkehr – Indienststellung im Sommer 2028.
So soll die neue Fähre der Hansa-Superstar-Klasse von Finnlines einmal aussehen.Foto: FinnlinesLübeck. Der Startschuss für ein wegweisendes Projekt ist gefallen: Am Freitag, 15. Mai, startete in der chinesischen CMI Weihai Shipyard offiziell der Bau des ersten Schiffes der neuen „Hansa Superstar“-Klasse. Mit der feierlichen Stahlschnitt-Zeremonie setzt die Reederei Finnlines einen historischen Meilenstein. Es ist das erste von insgesamt drei hochmodernen Ro-Pax-Schiffen, die speziell für die lange und anspruchsvolle Seeroute zwischen Deutschland und Finnland konzipiert wurden.
Das Besondere an dem rund 240 Meter langen Giganten ist laut Finnlines sein bahnbrechendes Umweltkonzept. Das Schiff wird unter finnischer Flagge fahren und setzt auf Dual-Fuel-Motoren, die mit fossilfreiem Methanol betrieben werden. Gepaart mit einem optimierten Rumpfdesign, innovativer Luftschmierung, Wärmepumpen und Abwärmerückgewinnung sinken nach Auskunft der Reederei die Kohlendioxid-Emissionen im Vergleich zu aktuellen Schiffen auf dieser Strecke drastisch.
Investition in die emissionsarme Zukunft
Auch ein 2-Megawatt-Batteriesystem und ein Landstromanschluss gehören zur Ausstattung. Damit rüstet sich Finnlines massiv für die emissionsarme Zukunft. Doch nicht nur die Antriebstechnik sei innovativ, auch das Reiseerlebnis erreiche ein neues Level. Während die Decks mit satten 5100 Lademetern enormen Platz für die Frachtindustrie bieten, können sich die bis zu 1000 Passagiere auf viel Komfort freuen.
Es gibt 321 neu gestaltete Kabinen – von der geräumigen Suite über familien- und tierfreundliche Zimmer bis zur Budget-Variante. Das Gastronomie-Angebot reicht vom À-la-carte-Restaurant über Cafés bis hin zu einer Pop-up-Terrasse. Ein echtes Highlight wird ganz sicher die Panorama-Bar auf Deck 12 mit spektakulärem Blick über die Ostsee sowie ein eigener, großzügiger Spa- und Saunabereich.
500-Millionen-Euro- Programm für drei SchiffeFür Finnlines ist der Flottenausbau von existenzieller Bedeutung. „Wir heben dieses Konzept auf die nächste Stufe und bringen die modernsten Schiffe in den Ostseeverkehr“, betont CEO Thomas Doepel. Das Mega-Projekt sichert nicht nur wichtige Lieferketten für den Handel. Marco Palmu, Head of Passenger Services, betont, dass eine stabile Seeverbindung zwischen Finnland und dem europäischen Festland schlichtweg essenziell für die Versorgungssicherheit sei. Die Reederei investiert in die drei Schwesterschiffe stolze 500 Millionen Euro. Wenn dieses erste Schiff im Sommer 2028 in See sticht, werde das Reisen auf der Ostsee grüner und luxuriöser denn je, so das feste Versprechen von Finnlines. Die Baustarts für Schiff zwei und drei folgen bereits im Frühjahr und Herbst 2027. und MHO