Lübeck.
Der israelische Schriftsteller David Grossman ist der Preisträger des diesjährigen Thomas Mann-Preises, den die Hansestadt Lübeck gemeinsam mit der Bayerischen Akademie der Schönen Künste verleiht. Der 1954 geborene David Grossman zählt zu den bedeutendsten literarischen Stimmen der Gegenwart. Sein erzählerisches Werk stellt sich der streitbaren Geschichte und Gegenwart Israels. Romane wie „Eine Frau flieht vor einer Nachricht“ (2009), „Kommt ein Pferd in die Bar“ (2016) oder „Was Nina wusste“ (2020) zeichnen eindrucksvoll nach, welche inneren und äußeren Verletzungen die Kriege und die alltägliche Bedrohung bei den Menschen hinterlassen. In seinen Essays hat sich David Grossman immer wieder mit großer Entschlossenheit für eine politische Aussöhnung im Nahen Osten eingesetzt. Den Thomas Mann-Preis erhält er für sein erzählerisches und essayistisches Werk, das in Zeiten politischer Weltunordnung Räume für Verständigung und Versöhnung öffnet. Die Preisverleihung findet am 25. September im Theater Lübeck statt.