Die Stadt rechnet mit einer Nutzungszeit von rund fünf Jahren. Danach soll die Containerschule, die 5,5 Millionen Euro kostet, wieder abgebaut werden. Das zweistöckige Gebäude besteht aus 36 Modulen von jeweils 16,5 Metern Länge. Es wird benötigt, weil die Gymnasien in der Altstadt erhebliche Platzprobleme haben. Diese nehmen sogar noch zu: Denn durch den Wechsel zur neunjährigen Gymnasialzeit fällt ein Abiturjahrgang weg.
„Ohne die Räume in der Kanalstraße würde es auch bei uns sehr eng werden, und wir könnten nicht jede Klasse mit einem Klassenraum versorgen“, erklärte Grit Sabelus, Leiterin der Ernestinenschule. Die Schülerinnen und Schüler des Katharineums und der Ernestinenschule sollen wie auch Schüler von der Oberschule zum Dom und vom Johanneum voraussichtlich 2028 in das Bildungshaus am Schrangen umziehen. Die Modulschule in der Kanalstraße wird laut Stadt aber weiter benötigt. Denn die Burgschule, die zur Ernestinenschule gehört, muss saniert werden.
Lübeck hat bereits gute Erfahrungen mit einer Modulschule auf der Hüxwiese gemacht. Diese wurde im August 2021 von den Grundschülern der Kaland-Schule bezogen, deren Altbau von Grund auf saniert wurde. Im Sommer vergangenen Jahres zogen die Grundschüler wieder zurück in das sanierte Altgebäude.
Ursprünglich sollte die Modulschule auf der Hüxwiese 2025 abgebaut und am Geniner Ufer wieder aufgebaut werden. Jetzt bleibt die Hüxwiese bis 2031 Schulstandort, vielleicht aber auch länger. Die Bürgerschaft hat im November 2025 beschlossen, dass die Hüxwiese als ein möglicher Standort für die Dom-Schule geprüft wird. Die Grundschule am Dom ist sanierungsbedürftig und sollte eigentlich in eine Interims- oder Containerschule auf dem Buniamshof ausgelagert werden. Doch von dieser teuren Lösung hat sich die Bürgerschaft verabschiedet.