Startschuss für die neue Gartensaison
So werden Beete, Hecken und Rasen wieder fit für den Frühling

Vom Eise befreit sind Strom und Bäche …“ – mit diesen bekannten Worten aus dem Osterspaziergang beschreibt Goethe den Beginn des Frühlings, und meteorologisch beginnt er jedes Jahr am 1. März.

Genau dann zieht es auch viele Gartenbesitzer wieder nach draußen. Es wird geharkt, geschnitten und gepflanzt. Denn wer jetzt Beete aufräumt, Gehölze pflegt und den Rasen stärkt, schafft die Grundlage für eine gesunde Gartensaison.

Erst einmal aufräumen:
Winterreste entfernen

Mit Rechen oder Laubharke werden Beete und Rasenflächen von Laub, kleinen Ästen und abgestorbenen Pflanzenteilen befreit. Alte Staudenstängel können mit einer scharfen Gartenschere bodennah zurückgeschnitten werden.

An Insekten und Vögel
denken

Der Frühling ist auch im Garten die wichtigste Zeit für viele Tiere. Frühblühende Pflanzen liefern Bienen und Hummeln erste Nahrung. Vogeltränken, Nistkästen oder kleine Reisighaufen helfen Vögeln und Igeln, im Garten ein Zuhause zu finden.

Tipp: Lassen Sie ein paar Laub- und Reisighaufen liegen. Sie bieten Igeln, Insekten und anderen kleinen Gartentieren wichtige Verstecke.

Beete vorbereiten:
Boden lockern und düngen

Sind die Beete sauber, geht’s an die Bodenpflege. Mit Grabegabel, Grubber oder Hacke wird die Erde gelockert, damit Luft und Wasser wieder besser zu den Wurzeln gelangen. Zwei bis drei Liter Kompost pro Quadratmeter liefern hier die passenden Nährstoffe und verbessern gleichzeitig die Bodenstruktur.

Hecken und Sträucher:
Zeit für den Rückschnitt

Viele Gehölze, wie etwa Rosen, Hortensien, Forsythien, Johannisbeer- oder Stachelbeersträucher sowie Sommerflieder, profitieren im Frühjahr von einem Pflegeschnitt. Entfernt werden vor allem abgestorbene oder beschädigte Zweige. Dünnere Triebe lassen sich mit der Gartenschere schneiden, dickere Äste mit Astschere oder Baumsäge.

Achtung: Zwischen März und September sind nur leichte Formschnitte erlaubt, weil in dieser Zeit viele Vögel in Hecken und Sträuchern brüten.

Rasenpflege:
Frischekur fürs Grün

Nach dem Winter wirkt der Rasen oft etwas mitgenommen. Mit einer Harke werden Moos, Laubreste und abgestorbene Halme entfernt. Anschließend kann der Rasen mit einem Vertikutierer oder Rasenlüfter gelockert werden.

Kahle Stellen lassen sich mit Rasensamen nachsäen. Den ersten Rasenschnitt aber bitte erst, wenn das Gras sieben bis acht Zentimeter hoch ist.

Gartenabfälle richtig
entsorgen: Das gilt in
Schleswig-Holstein

Wer im Frühjahr viel schneidet und harkt, hat oft größere Mengen Gartenabfälle. In Schleswig-Holstein dürfen Laub, Heckenschnitt oder Äste in Wohngebieten grundsätzlich nicht im Garten verbrannt werden. Grundlage ist die Pflanzenabfallverordnung des Landes.

Stattdessen gilt: Gartenabfälle sollen möglichst verwertet werden. Dazu gehören zum Beispiel:

■ Kompostieren im eigenen Garten

■ Schreddern und als Mulch im Beet verwenden

■ Entsorgung über Biotonne oder Bioabfallsäcke

■ Abgabe auf Wertstoffhöfen oder Grünabfall-Sammelstellen

Im Zweifel: Rat vom Fachbetrieb einholen!

Wer größere Mengen Gartenabfälle hat oder unsicher ist, wie Rückschnitt richtig entsorgt wird, sollte sich an einen Fachbetrieb wenden. Garten- und Landschaftsbaubetriebe, Baumschulen oder Gartencenter bieten Unterstützung beim Häckseln oder bei der fachgerechten Entsorgung von Schnittgut an.

Auch beim Rückschnitt helfen die Gartenprofis weiter, mit Tipps zur richtigen Schnitttechnik sowie zu richtigen Boden- und Pflanzenpflege. Ein kurzer Anruf beim örtlichen Gartenbaubetrieb, im Gartencenter oder im Baumarkt kann sich daher lohnen. cs
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