„Im Unterschied zur vollstationären Pflege sprechen wir nicht von Bewohnern, sondern von Gästen – denn sie kommen nur tagsüber zu uns.“ Morgens werden die Gäste meist mit einem Fahrdienst gebracht und erleben einen strukturierten, abwechslungsreichen Tag: Zeitungslesen, aktivierende Angebote oder Spaziergänge gehören ebenso dazu wie gemeinsame Mahlzeiten. Am Nachmittag geht es wieder nach Hause. Viele kombinieren die Tagespflege mit einem ambulanten Pflegedienst, der morgens und abends unterstützt. Die Pflegekasse übernimmt bei entsprechendem Pflegegrad die Kosten ganz oder teilweise.
„Die Arbeit übernehmen vor allem Pflegefachkräfte mit einer dreijährigen staatlich anerkannten Ausbildung.“ Seit 2020 ist die Ausbildung generalistisch organisiert. Ergänzt wird das Team durch Quereinsteiger etwa aus medizinischen Berufen sowie Betreuungskräfte. „Neben pflegerischem Wissen braucht es auch Kreativität – unsere Gäste sollen strukturierte, aber keinesfalls langweilige Tage erleben.“
„Ein großes Thema ist die Finanzierung.“ Ebenso problematisch bleibt der Personalmangel: „Der Beruf erhält noch immer nicht die Wertschätzung, die er verdient.“ Trotzdem sieht sie gute Perspektiven: „Gerade in der Pflege wird Menschlichkeit auch künftig unersetzlich bleiben.“
MareCura Tagespflege GmbH