Konflikt und Konsens – Spiel im Hansemuseum Veranstaltung im Rahmen der Antirassistischen Kulturtage – Teilnahme ab 16 Jahren möglich.
Um Verhandlung, Streit und Diskussion geht es beim Spiel „Konflikt und Konsens“ im EHM für Teilnehmende ab 16 Jahren. Foto: Christine RudolfLübeck. In Zeiten, in denen Debatten oft schneller eskalieren, als Argumente reifen können, wagt das Europäische Hansemuseum (EHM) ein spielerisches Experiment, bei dem Konflikte nicht gemieden, sondern bewusst ausgetragen werden: Das Diskussionsspiel „Konflikt & Konsens“ lädt für Montag und Dienstag, 16. und 17. März, dazu ein, Meinungsverschiedenheiten nicht als Störung, sondern als Atemzug der Demokratie zu begreifen. Streiten gehört zum Alltag, sei es in Politik, sozialen Netzwerken, Familie, Schule oder am Arbeitsplatz. Dabei geht es nicht nur um Positionen, sondern auch um Macht, Verständigung und die Suche nach tragfähigen Kompromissen. Doch was passiert, wenn niemand nachgibt? Wer entscheidet, was erlaubt ist? Und kann die Geschichte der historischen Hanse dabei helfen, heutige Konflikte besser zu verstehen? Antworten darauf sollen die Mitspielenden drei Stunden lang beim gemeinsamen Verhandeln, Streiten, Überzeugen und Scheitern finden. Und dazu haben sie gleich zwei Mal Tag die Gelegenheit: Am Montag von von 18 bis 21 Uhr und am Dienstag von 11.30 bis 14.30 Uhr, jeweils im Saal „La Rochelle/Visby“ im EHM. Das Spiel vermittelt auf unterhaltsame Weise die Mechanismen von Konfliktbewältigung, Debattenkultur und Entscheidungsfindung. In einer Mischung aus Gruppenaufgaben, Rollenspielen und historischen Anknüpfungspunkten erleben die Teilnehmenden unterschiedliche Formen der Auseinandersetzung: vom strategischen Verhandeln über spontane Reaktionen bis hin zu überraschenden Wendungen. Ziel ist nicht der Sieg um jeden Preis, sondern das gemeinsame Ringen um Verständigung. Und das alles mit einem Augenzwinkern. „Mit ,Konflikt & Konsens’ möchten wir zeigen, wie wichtig Austausch und Kompromissbereitschaft für unsere Gesellschaft sind und dass wir aus der Geschichte wertvolle Impulse für die Gegenwart ziehen können“, erklärt Dr. Felicia Sternfeld, Direktorin des Europäischen Hansemuseums. Damals wurde bei den Hansetagen nach dem Konsensprinzip, also einstimmig, entschieden. Die Veranstaltung findet diesmal im Rahmen der „Antirassistischen Kulturtage“ statt, die vom 13. bis 31. März in Lübeck ein vielfältiges Programm aus Veranstaltungen, Diskussionen, Lesungen, Workshops, Ausstellungen und kulturellen Beiträgen bieten und ein deutliches Zeichen für Solidarität, Respekt und demokratische Werte setzen. Das Diskussionsspiel greift die Idee auf, demokratische Aushandlungsprozesse erlebbar zu machen und unterschiedliche Perspektiven konstruktiv ins Gespräch zu bringen. Das Format schlägt so einen inhaltlichen Bogen von den historischen Aushandlungsprozessen der Hansezeit zu heutigen gesellschaftlichen Herausforderungen.
Kleine Einblicke in historische Anekdoten und Streitfälle sowie Snacks und Raum für Gespräche runden den Abend ab. Die Teilnahme ist ab 16 Jahren möglich; eine Anmeldung ist erforderlich. Kostenfreie Tickets sind online im Ticket-Shop unter www.hansemuseum.eu erhältlich.