Die Schwartauer Werke haben zu ihrem 120. Firmenjubiläum 2019 ihre Unternehmensgeschichte vom Historiker Christian Voigt aufarbeiten lassen. Demnach waren alle Mitglieder des Vorstandes spätestens ab 1937 Mitglieder der NSDAP, die Beitritte erfolgten zu unterschiedlichen Zeitpunkten, keiner vor 1933. Laut Aufzeichnungen wurde ein jüdischer Bankier in der Zeit aus dem Aufsichtsrat entfernt. Während des Zweiten Weltkriegs waren laut den wenigen Informationen, die vorliegen, rund 110 osteuropäische Arbeitskräfte und weitere 37 Personen unter anderem aus Belgien und der Sowjetunion bei den Schwartauer Werken beschäftigt.
Das Geld sei eine große Hilfe für die Arbeit der Gedenkstätte, erklärte Dr. Ingaburgh Klatt, stellvertretende Vorsitzende des gemeinnützigen Trägervereins. Konkret werde es für den Einbau einer Filteranlage beim hauseigenen Brunnen verwendet. Die Gedenkstätte ist nicht an das öffentliche Wassernetz angeschlossen und muss ihr Trinkwasser selbst fördern. Die Filteranlage ist eine behördliche Auflage, die den Etat der Gedenkstätte sprengen würde.
Die Gedenkstätte Ahrensbök ist das einzige erhaltene Gebäude in Schleswig-Holstein, in dem die Nationalsozialisten bereits 1933 ein frühes Konzentrationslager einrichteten. Am 8. Mai feiert die ehrenamtlich geführte Gedenkstätte ihren 25. Geburtstag mit einem Festprogramm.