Wärmeres Wasser, höhere Preise: Was sich in Lübecks Bädern ändert
Viele Neuerungen seit dem 1. März – Temperatur wird angehoben – Vorteilskarten ersetzen Bonuskarten.

Hydrohex – ein virtueller Aquafitkurs – ist neu im Sportbad St. Lorenz.Lutz Roeßler
Lübeck. Wer jetzt in eines der Lübecker Hallenbäder geht, wird möglicherweise überrascht sein: Zum Monatsbeginn wurde die Wassertemperatur erhöht. Statt der bisherigen durchschnittlichen 26 Grad wird die Temperatur auf 28 oder sogar 32 Grad angehoben. Wärmer wird es im Zentralbad (Schwimmerbecken 28 Grad, Nichtschwimmerbecken 30 Grad), in Kücknitz (30 Grad) und im Sportbad (Nichtschwimmerbecken 30 Grad, Kleinkindbecken 32 Grad, Schwimmer- und Kursbecken bleiben bei 26 Grad).

„Unser Ziel ist es, dass Kinder gemeinsam mit ihren Eltern positive Erfahrungen im Wasser machen und sich früh sicher und wohlfühlen“, erklärt Andy Fröhler, Direktor der Lübecker Schwimmbäder. Er möchte damit mehr Kunden anlocken – denn die Besucherzahlen gehen seit einigen Jahren zurück. Doch das wärmere Badewasser ist nicht die einzige Neuerung. Ein Überblick:

Mehr Kurse: Aquafitness 2.0 und Präventionskurse

Bereits im Januar verkündeten die Lübecker Bäder, dass sie einen neuartigen Aquafitnesskurs anbieten: Hydrohex. Dabei handelt es sich um ein virtuelles Trainingsprogramm aus Finnland. „Mit neun Hydrohex-Kursen setzen wir zusätzlich auf moderne, virtuelle Trainingsformate“, so Fröhler. Was zunächst nur als Testphase anlief, wird jetzt fest ins Programm aufgenommen. Es wird aber weiterhin auch Kurse mit einem Präsenztrainer geben.

Auch für Frühaufsteher gibt es ein neues Angebot: Im Sportbad St. Lorenz wird es den Kurs „Fit in den Morgen“ ab 7 Uhr geben. Außerdem werden Schwimmkurse für Nichtschwimmer und Fortgeschrittene angeboten. Auch ein Aqua-Gymnastik-Präventionskurs, der durch die Krankenkassen bezuschusst wird, ist buchbar.

Für die Kurse können sich Interessierte online anmelden. Eine entscheidende Änderung gibt es: Der Eintritt ist künftig nicht mehr im Kurspreis enthalten und muss pro Besuch direkt im Bad gezahlt werden. Das heißt: Der Kurspreis reduziert sich um den Eintrittspreis – allerdings werden auch die Kurspreise etwas teurer. „Die Trennung von Eintritt und Kurspreis sorgt für mehr Fairness und Flexibilität“, findet Fröhler. Gäste mit Ermäßigungen oder Firmenfitness-Angeboten zahlen künftig nur noch den Kurs selbst und können den Eintritt über ihre jeweiligen Vorteile abdecken.

Ciao Bonuskarte –

hallo neue Vorteilskarte

Die bisherigen Bonuskarten werden nicht mehr verkauft. Besitzer dieser Karten können sie noch bis Jahresende nutzen. Der Rabatt wird aber nur noch auf Vollzahler-Eintrittstarife gewährt. Statt der Bonuskarte kommt dafür die sogenannte LSB-Vorteilskarte (Lübecker Schwimmbäder Bonus). Die Karte kann mit 100 Euro aufgeladen werden; 10 Prozent Rabatt gibt es dann auf die Eintrittspreise. Damit beträgt der Rabatt dauerhaft 10 Prozent. Bei der alten Bonuskarte gab es je nach Aufladung zwischen 5 und 10 Prozent Rabatt. Ein weiterer Vorteil der neuen Vorteilskarte: Die LSB-Karte ist nicht personenbezogen und übertragbar.

Neue Preise: Der Eintritt

kostet nun 6 Euro

Seit dem 1. März gelten die neuen Eintrittspreise. Ein Erwachsener muss 6 Euro (zuvor 4,40 Euro) zahlen, Kinder (bis 17 Jahre) 3 Euro (2,20 Euro). Das entspricht einer Steigerung von 36 Prozent. Diese Preiserhöhung hat die Bürgerschaft Ende Januar beschlossen – die erste seit 2017.

Die nächste Erhöhung soll nicht mehr so lange auf sich warten lassen. Geplant ist, dass die Preise künftig alle zwei Jahre gemäß der Inflation angepasst werden. „Ich bin froh, dass wir dieses wichtige Thema abschließen konnten und nun eine langfristig tragfähige sowie verlässliche Grundlage für die Preisgestaltung der Lübecker Schwimmbäder haben“, sagt Andy Fröhler. und KST
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