Das teilt Betreiber Helge Gabriel auf der Internetseite der Splashtour Lübeck mit. „Zu unserem großen Bedauern geben wir Ihnen an dieser Stelle bekannt, dass unser Unternehmen Splashtour Lübeck seinen Betrieb aus gesundheitlichen Gründen für immer einstellt“, schreibt Gabriel. „Die Hansestadt Lübeck verliert dadurch eine großartige Attraktion.“
Neben aller Freude an dem Amphibienfahrzeug gab es in den knapp zehn Jahren seines Einsatzes in Lübeck auch Probleme. Im Juli 2017 etwa rammte der Kapitän mit dem Splashbus die Holstentorbrücke, die Frontscheibe zersprang und die Passagiere gerieten in Panik. Der Kapitän musste die Beifahrerscheibe zerschlagen, um ein wenig Sauerstoff ins Innere des Busses zu lassen. Zwei Kinder wurden leicht verletzt. Am Ende sprachen alle Beteiligten von Glück im Unglück.
Ein anderes Mal kam der Splashbus wegen einer verkehrten Radeinstellung die eigens für ihn gebaute Rampe nicht hoch an Land. Nach mehreren Versuchen musste das Gefährt schließlich umdrehen und die sechs Passagiere an der Untertrave aussteigen lassen. Sie bekamen als Entschädigung Gutscheine für eine Freifahrt. Trotz der Probleme war der Splashbus ein einzigartiges Angebot.
Das sehen auch Touristiker in Lübeck so. „Wir bedauern die Aufgabe der Splashtour Lübeck. Der Amphibienbus bot eine einzigartige Möglichkeit, Lübeck zu Wasser und zu Land zu erkunden“, sagt Christian Martin Lukas, Geschäftsführer der Lübeck und Travemünde Marketing GmbH. „Er war bei Gästen sehr beliebt und sorgte auch an Land stets für neugierige und staunende Blicke.“
Hoffnung, dass jemand den Splashbus kauft und weiter in der Hansestadt betreibt, gibt es nicht. Nach Angaben von Helge Gabriel ist das Amphibienfahrzeug bereits in die Niederlande verkauft worden.