Busfahren wird ab Aprilin der Region teurer
Einzelticket kostet in Lübeck bald 3,60 Euro statt 3,40 – Auch Nahverkehrszüge betroffen.

Ab April müssen Nutzende von Bus und Bahn mehr zahlen. Es sei denn, sie haben ein Deutschlandticket.Foto: Agentur 54°
Lübeck. Ab 1. April erhöht der Nahverkehrsverbund Nah.SH die Preise. Bus- und Bahnfahren in Schleswig-Holstein wird um durchschnittlich 4,66 Prozent teurer. Das Deutschlandticket ist davon nicht betroffen und kostet weiterhin 63 Euro.

In Lübeck werden für den Einzelfahrschein für das Stadtgebiet künftig 3,60 statt 3,40 Euro fällig (Kinder 2,10 Euro statt 2 Euro). Ein Region-Fahrschein, der auch in den Nachbargemeinden wie Stockelsdorf oder Bad Schwartau gültig ist, kostet ab April 4,40 statt 4,20 Euro (Kinder zahlen 2,60 Euro statt 2,50 Euro). Mit einer Viererkarte wird die Fahrt 3,30 statt 3,03 Euro kosten (Stadtgebiet) beziehungsweise 4,05 statt 3,73 Euro (Region).

Für die Kurzstrecke (bis zu vier Haltestellen) werden ab April 2 Euro fällig statt 1,90 Euro (Kinder: 1,20 statt 1,10 Euro). Die Preisstufe 1 kostet 2,50 Euro statt 2,40 Euro (Kinder 1,60 Euro statt 1,50 Euro). Das Tagesticket für eine Person bleibt im Preis stabil, während die Kleingruppenkarten um jeweils einen Euro teurer werden.

Auch die Preise für Bahnfahrten im Nahverkehr werden entsprechend angehoben. Auf der Strecke Lübeck–Hamburg kostet das Einzelticket ab April 18,90 statt 18,10 Euro, für die Tour nach Kiel müssen Fahrgäste 24,50 statt 23,40 Euro bezahlen. Die neuen Preise sollen in Kürze in der Fahrplanauskunft unter www.nah.SH angezeigt werden. Die Preiserhöhung sei notwendig, um allgemeine Kostensteigerungen auszugleichen: „Der Nahverkehr befindet sich in einer anhaltend angespannten Situation“, sagt René Reimers, Geschäftsführer der NSH Nahverkehr Schleswig-Holstein GmbH. Die NSH ist zuständig für die Tarif-Weiterentwicklung. „Personalkosten steigen, die Infrastruktur muss modernisiert und die Fahrzeuge müssen erneuert werden“, sagt René Reimers. Die meisten Fahrgäste sind von der Preiserhöhung nicht betroffen. 70 Prozent nutzen nämlich das Deutschlandticket. Hier war der Preis zum Jahreswechsel von 58 auf 63 Euro angehoben worden.

Für 2027 plant Nah.SH eine Tarifreform. Das Fahrkartenangebot soll übersichtlicher werden. Künftig soll es im ganzen Land nur noch drei Tarifbereiche geben: die Lokalpreisstufe, die Umlandpreisstufe und die Netzpreisstufe.

Tickets für mittlere und größere Entfernungen sollen günstiger werden. Im Gegenzug fallen Besonderheiten wie die Viererkarte in Lübeck weg. Auch die Bahncard-Vergünstigung soll auslaufen. und HVS
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