Internationaler Kinderkrebstag am 15. Februar

Mithilfe eines Telepräsenzroboters können krebskranke Kinder auch während längerer Krankenhausaufenthalte oder Therapien am Unterricht teilnehmen.Foto: Nonsolation
Lübeck. Wenn ein Kind an Krebs erkrankt, steht das Leben plötzlich still. Krankenhausaufenthalte, Therapien und lange Phasen der Isolation prägen den Alltag – und reißen Kinder oft schmerzhaft aus ihrem gewohnten Umfeld. Zum Internationalen Kinderkrebstag am morgigen Sonntag, 15. Februar, macht die Schleswig-Holsteinische Krebsgesellschaft e. V. auf die besondere Situation krebskranker Kinder und ihrer Familien aufmerksam – und auf Angebote, die Nähe, Teilhabe und Zuversicht ermöglichen. Jedes Jahr erhalten in Deutschland laut Kinderkrebsregister rund 2300 Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren die Diagnose Krebs. Zu den häufigsten Krebsdiagnosen zählen: Leukämien (Blutkrebs) mit etwa 30 %, gefolgt von Tumoren des zentralen Nervensystems (z.B. Hirntumoren) und Lymphomen – Erkrankungen, die nicht nur körperlich, sondern auch emotional und sozial große Herausforderungen mit sich bringen. Diese Zahlen machen deutlich, wie wichtig Aufklärung, Begleitung und Unterstützungsangebote sind, um Kindern und Familien in dieser schwierigen Zeit nahe zu sein. Mit dem Projekt „Mittendrin“ setzt die Schleswig-Holsteinische Krebsgesellschaft e.V. ein wichtiges Zeichen. Mithilfe eines Telepräsenzroboters können krebskranke Kinder trotz langer Fehlzeiten weiterhin am Unterricht teilnehmen, ihre Klasse sehen, hören und mit ihr interagieren. So bleiben sie Teil ihrer Klassengemeinschaft. Freundschaften können bestehen bleiben, Alltagsmomente geteilt werden, ein Stück Normalität bleibt erhalten. Der Internationale Kinderkrebstag erinnert daran, wie wichtig es ist, junge Patientinnen un Patienten nicht aus dem Blick zu verlieren.
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