Das Jewish Chamber Orchestra bei einem Konzert in der Elbphilharmonie.Foto: Sören SchirmerLübeck. Ein außergewöhnliches Werk der Erinnerung und Dankbarkeit erklingt am Montag, 27. Januar, im Dom zu Lübeck: die „Cantata Bolivia“, komponiert 1941 vom jüdischen Musiker Erich „Erck“ Eisner. Eisner floh vor der nationalsozialistischen Verfolgung nach Südamerika, wo er in La Paz das Nationale Symphonieorchester Boliviens gründete. Seinem Zufluchtsland widmete er diesen farbenreichen Lobgesang – eine bewegende Verbindung europäischer und lateinamerikanischer Klangwelten. Beginn des Konzertes ist um 18 Uhr. Mehr als 80 Jahre nach ihrer Entstehung kehrt die „Cantata Bolivia“ nun erstmals nach Deutschland zurück. Die Aufführung findet im Rahmen des ökumenischen Gedenkens Tag der Befreiung von Auschwitz statt. Beteiligt sind das Jewish Chamber Orchestra Hamburg unter der Leitung von Emanuel Meshvinski, gemeinsam mit dem LandesJugendChor Schleswig-Holstein, sowie die Schauspielerin Nina Petri, die aus Texten zur Entstehung des Werkes liest. Der Eintritt zu diesem Konzert ist frei.