Auf der Rehderbrücke
gilt jetzt Tempo 10
Belastung des Bauwerks soll dadurch deutlich reduziert werden.

Aus Tempo 30 wird Tempo 10 auf der Rehderbrücke.Foto: H. Kröger
Lübeck. Erst wird ausgebessert, dann einseitig gesperrt, dann die Geschwindigkeit reduziert – und schließlich am 5. Dezember komplett dicht gemacht. So war es bei der Lübecker Mühlentorbrücke. Ereilt dasselbe Schicksal bald auch die benachbarte Rehderbrücke?

Seit das in die Jahre gekommene Bauwerk am ehemaligen Mühlentor nicht mehr befahrbar ist und mehrere Jahre lang saniert werden muss, werden fast alle Linienbusse des Stadtverkehrs von und aus der Altstadt über die Rehderbrücke geleitet. In Hochzeiten donnern nach Berechnungen der Stadt bis zu 71 Fahrzeuge pro Stunde über die Kanaltrave-Querung.

Belastung „weniger
intensiv“

Wobei „donnern“ nicht das richtige Wort ist. Neuerdings gilt Tempo 10 in beide Richtungen. Sind das bereits die ersten Vorboten einer zu hohen Belastung? „Mit der Geschwindigkeitsreduzierung kann die Intensität der Belastung verringert werden. Die Abnutzung im Fahrbahnbelag wird reduziert und die Übergangskonstruktionen werden geschont“, erklärt Stadtsprecherin Nicole Dorel.

Eine weitere Parallele zur maroden Nachbarbrücke haben etliche Anwohnerinnen und Anwohner beobachtet. Nämlich dass nur ein Bus gleichzeitig über die Rehderbrücke fährt. Gibt es diese Regel wirklich? „Nein, diese Vorgabe wurde bisher bei der Überfahrt der Mühlentorbrücke vom Personennahverkehr eingehalten, ist hier aber nicht verpflichtend“, sagt Dorel. Mit Rücksicht auf die anderen Verkehrsteilnehmer und deren Sicherheit werde dieses Fahrverhalten jedoch begrüßt und empfohlen.

Verbote auf der
RehderbrückeVerboten ist allerdings das Überholen von einspurigen Fahrzeugen. Das heißt, mehrspurige Fahrzeuge (Autos, Busse, Lkw) dürfen keine Fahrräder, E-Scooter oder Motorräder überholen, um die Sicherheit der Zweiradfahrer zu erhöhen. Verboten ist die Rehderbrücke außerdem grundsätzlich für Lkw mit einem Gesamtgewicht von mehr als zwölf Tonnen. „Diese Einschränkung gilt nicht für Busse“, erklärt Dorel.Tempo 20 in
Wahm- und KrähenstraßeDas Verbot für schwere Lkw gilt übrigens schon seit etlichen Jahren. Neu ist wiederum im weiteren Verlauf die Geschwindigkeitsreduzierung in der Krähen- und Wahmstraße auf 20 km/h. „Auch hier geht es um die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer im Zuge der erhöhten Busfrequenz“, sagt Dorel. Zugleich werde der Verkehrsfluss verbessert. ste
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