6,5 Millionen Euro für Forschung
an der Uni
Autoimmunforschung: Neue Chancen für Früherkennung

Promovierende und Forschende des Kollegs gehen regelmäßig in Klausur, um über neue Erkenntnisse aus dem Labor zu diskutieren.Foto: UzL
Lübeck. Das Uni-Graduiertenkolleg „Autoimmune Pre-Disease“, abgekürzt GRK 2633, überzeugt: Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat einer zweiten Förderperiode zugestimmt. Diese beginnt am 1. April 2026 und wird mit 6,5 Millionen Euro unterstützt.

So ein Kolleg möchte jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern die Chance bieten, in einem thematisch abgegrenzten Umfeld ihre Promotion zu absolvieren und sich dabei intensiv mit aktuellen wissenschaftlichen Fragestellungen auseinanderzusetzen.

Im Mittelpunkt der Forschung stehen Autoimmunerkrankungen, die weltweit Millionen Menschen betreffen und an denen Frauen häufiger als Männer erkranken. Da sich Autoimmunerkrankungen oft über Jahre hinweg entwickeln, eröffnen sich jedoch Chancen für eine frühzeitige Erkennung und Prävention.

Das Graduiertenkolleg untersucht daher verlässliche Biomarker, die den Übergang von Gesundheit zu einer sich entwickelnden Autoimmunerkrankung anzeigen, und richtet seinen Fokus in der zweiten Förderperiode verstärkt auf präventive Interventionsstrategien.

Inhaltlich konzentrieren sich die Nachwuchsforscherinnen und -forscher dabei auf sogenannte Pemphigus- und Pemphigoid-Erkrankungen der Haut sowie auf systemische rheumatische Erkrankungen.

Die Uni-Professorin Jennifer Hundt, die bereits als Co-Sprecherin in der ersten Förderphase beteiligt war, übernimmt als erste Frau die Sprecherrolle und sieht darin einen bedeutenden Meilenstein ihrer Karriere. „Als erste Sprecherin eines GRK an unserer Universität freue ich mich darauf, das Kolleg in der nächsten Förderphase weiter zu prägen und zu stärken“, betont sie.

Bisher konnten schon 24 junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im GRK ausgebildet werden. Insgesamt umfasst die zweite Förderperiode 18 beteiligte Forscherinnen und Forscher, zwölf DFG-finanzierte Promovierende sowie Stipendien für Medizinstudierende. Das Graduiertenkolleg 2633 wurde 2021 an der Universität zu Lübeck eingerichtet. Es ist im Forschungsschwerpunkt „Infektion und Entzündung“ verankert. mho
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