Der Steg ist Teil des Priwall-Wanderwegs im Naturschutzgebiet Südlicher Priwall und verläuft entlang des Ufers der Pötenitzer Wiek durch das Schilfgebiet. Im Februar war er gesperrt worden. Der Kurbetrieb Travemünde, der für das Areal auf dem Priwall verantwortlich ist, hatte festgestellt, dass der vor 22 Jahren gebaute Steg nicht mehr verkehrssicher war. Ein neuer Steg sollte her.
Absperrung wurde immer wieder ignoriert
Doch das dauerte – sehr zum Ärger vieler Spaziergänger und Radfahrer. Ein großer Zaun versperrte die Furt, Schilder wiesen auf die Baustelle und das Betretungsverbot hin. Trotzdem ließen sich etliche Spaziergänger nicht davon abhalten und stapften zwischen Schilf, Gras und im Matsch an der alten Brücke vorbei.Nicole Dorel, Pressesprecherin der Stadt Lübeck, berichtet, dass die Arbeiten im Auftrag des Kurbetriebes Travemünde von Lübeck Port Authority durchgeführt worden seien. Die Kosten für den neuen Steg, der aus Eichenholz gefertigt wurde und wie der alte 126 Meter lang ist, beliefen sich auf rund 60.000 Euro.
Auch auf dem neuen Steg kann es allerdings durchaus eng werden: Er ist maximal 1,50 Meter breit. Wenn sich Radfahrer begegnen, sollten sie absteigen. Auch für Spaziergänger ist Vorsicht geboten, denn es gibt nur auf einer Seite ein Geländer. Zumindest wurde der Steg etwas höher gebaut als der alte. Nasse Füße bei Hochwasser sind deshalb kaum mehr möglich.
Der Südliche Priwall ist ein etwa 149 Hektar großes Naturschutzgebiet, das unter anderem von Feuchtwäldern, Sanddorngebüschen, Kleingewässern, Trockenrasen und Resten von Salzwiesen geprägt ist. Das Gebiet wird vom Landschaftspflegeverein Dummersdorfer Ufer betreut.