Mohammed Kaya vom Unternehmen Hasu-Abbruch hat die Bauleitung für das Projekt. Für ihn eine besondere Aufgabe. „Für uns Abrissabrissunternehmer ist das schon nicht alltäglich, wir mussten uns das Konzept überlegen und entsprechend koordinieren.“ So wurde ein Unternehmen beauftragt, das mit großen Kränen einen solchen Einsatz durchführen kann.
Zuerst wurde der Schornstein durch die Kräne mit Ketten gesichert. Anschließend wurden unten die Bolzen weggebrannt, die den Schornstein halten. Schließlich hob ein Kran das Bauwerk aus Metall an und legte es mit Hilfe des anderen Krans ab. 23 Tonnen Stahl mussten die Fahrzeuge dabei beherrschen. Am Boden wird der Schornstein jetzt weiter zerlegt und anschließend entsorgt. „Wir sind zufrieden und stolz, dass alles so gut gelappt hat“, sagt Kaya.
Die Arbeiten werden voraussichtlich mehrere Tage in Anspruch nehmen, heißt es von den Stadtwerken. Direkt im Anschluss ist der Neubau des Schornsteins geplant, voraussichtlich ab 20. Juli. Der neue Schornstein wird bei einer Höhe von 26 Metern und einem Gewicht von 20 Tonnen kleiner und leichter ausfallen.
Das Fernwärmenetz St. Jürgen versorgt nach Angaben der Stadtwerke rund 200 angeschlossene Gebäude verschiedener Größen – Ein- und Mehrfamilienhäuser, Verwaltungs- und Gewerbegebäude, Schulen, Einkaufszentren und andere – und bezieht seine Wärme aus zwei Erzeugungsstandorten.
Während der Modernisierung des BHKWs in der Carl-Gauß-Straße übernimmt das Werk im Weidenweg – ausgestattet mit einem 2-Megawatt (MW)-Kessel und einem 1-MW-Blockheizkraftwerk – allein die Versorgung des Netzes. Bei den aktuell milden Temperaturen sei das außerhalb der winterlichen Heizperiode ausreichend. Nach der Modernisierung wird das BHKW in der Carl-Gauß-Straße eine Gesamtleistung von 20 MW bieten. Dafür sorgen dann ein Elektrokessel mit 2 MW, zwei Gaskessel mit je 8 MW und ein Blockheizkraftwerk mit 2 MW.