Einer, der sich schon die jubelnden Kinder vorstellen kann, ist Benjamin Brandt. Er wird angestellter Geschäftsführer des „FunSpaces“ und erklärt bei einem exklusiven Blick in die leerstehenden Hallen: „Wir möchten eine moderne, wetterunabhängige Erlebniswelt für Familien, Kinder und Jugendliche mit Bewegung, Abenteuer, interaktiven Erlebnissen und pädagogischem Mehrwert errichten.“
Für den Rundgang hat er etwas mitgebracht: eine riesige Ansichtstafel. Darauf sind drei Hallen mit bunten Feldern, Kreisen und langen Röhren zu sehen. „Hier in Halle 1 wird das Thema Trampolin abgebildet“, erklärt Brandt.
Neben der Trampolin-Zone wird es viele verschiedene Rutschen geben. „Einige Rutschen werden wellenförmig sein. Die äußerste Rutsche ist wie ein Trichter aufgebaut. Sie wird also breiter, und man rutscht am Ende in ein Bällebad rein“, erklärt er. Dieser Bereich ist eher für kleinere Besucher gedacht. Momentan ist geplant, dass der „FunSpace“ für Kinder ab drei Jahren geeignet ist. Insgesamt wird Platz für 600 Personen sein.
14 Meter bis zur Decke:
In Halle 2 geht es
hoch hinaus
Dann führt Brandt weiter in Halle 2. „Diese Halle ist knapp 14 Meter hoch. Dort steht noch ein alter Kran drin, der zur Druckerei gehört hat. Der wird auch drinbleiben und an die Druckerei erinnern“, sagt Brandt und erzählt weiter: „Wir haben uns dazu entschieden, in dieser Halle einen Ninja-Court einzubauen, der über zwei Etagen geht.“
In Halle 3 plant das Unternehmen eine Kletterecke, rechts daneben ein Fußballfeld mit einem besonderen Boden. „Der Gummiboden ist gefedert, sodass man ein bisschen höher springen kann“, erläutert Brandt. Etwas weniger sportlich, dafür moderner wird es nebenan in der VR-Zone. „In diesem Bereich wird es Arcade-Games, Airhockey und einen Kicker geben“, sagt Brandt.
Brandt dreht sich um und zeigt in die andere Ecke: „Die Älteren von uns kennen das, was wir in dieser Ecke planen, als Autoscooter. Mittlerweile heißt das Bumper Car, und man kann dort interaktiv auf dem Fußboden so etwas Ähnliches wie Mario-Kart spielen.“
Genehmigungsphase
dauerte mehr als ein Jahr
Auch an die Eltern wird gedacht. Es gibt Aufenthaltsbereiche, wo sie sitzen und ein Auge auf ihren Nachwuchs haben können. Im ersten Stock wird es einen Gastronomiebereich geben. Zusätzlich sind mehrere Kabinen geplant, die Besucher für Kindergeburtstage mieten können.
„Die Genehmigungsphase hat insgesamt über ein Jahr gedauert. Gerade bei einem Projekt dieser Größe und Nutzung spielen Themen wie Brandschutz, Sicherheit und Besucherführung natürlich eine zentrale Rolle“, sagt Brandt. Jetzt liegt die Genehmigung vor. „Uns war von Anfang an wichtig, alle Anforderungen sauber und verantwortungsvoll umzusetzen.“ Die Eröffnung des Indoorspielplatzes am Herrenholz ist noch für dieses Jahr geplant. Die Rückbau- und Entkernungsarbeiten in der Druckerei sollen zeitnah beginnen. Das Investitionsvolumen für den Umbau in ein Spielparadies liegt zwischen 2,5 und 3 Millionen Euro.
Und was wird der Eintritt kosten? Genau kann Brandt das aktuell noch nicht sagen. Fest steht aber: „Es wird Tagestickets geben“, sagt Brandt. „Wir sind noch in der Abstimmung.“