„Wir freuen uns darüber, dass wir den nächsten Schritt gehen können“, sagt Nils Bäumer, Ortswehrführer in Timmendorfer Strand. Die derzeit 47 Aktiven haben sich mit Zwischenlösungen arrangiert. Sie ziehen sich in der Fahrzeughalle um. Die acht Feuerwehrfrauen nutzen sanitäre Anlagen in einem Container. Im Gebäude des Bauhofs hinter der Feuerwehr gibt es einen Versammlungsraum, eine Küche und eine Dusche für die Kameradinnen und Kameraden, berichtet Nils Bäumer.
Es gibt keine
Schwarz-Weiß-Trennung
„Es fehlt leider auch die Möglichkeit für die Schwarz-Weiß-Trennung“, sagt sein Stellvertreter Matthias Rahn – also ein Bereich, in dem kontaminierte Einsatzkleidung (schwarz) und saubere Privatkleidung (weiß) getrennt werden. Dafür können die Timmendorfer derzeit den Hygiene-Anhänger nutzen, der bei der Hemmelsdorfer Feuerwehr steht.
In der Halle der Timmendorfer sind aktuell der Einsatzleitwagen, die beiden Löschgruppenfahrzeuge sowie die Drehleiter untergebracht. Eine neue Halle müsste zusätzlichen Platz für drei Anhänger – von Jugendfeuerwehr, Brandschutzerziehung und Katastrophenschutz – und für ein neues Mehrzweckfahrzeug bieten.Das Grundstück für den Neubau liegt direkt neben dem jetzigen Gerätehaus, an der Ostseite hinter dem Gebäude des Rettungsdienstes. Die Erschließung würde zwei Millionen Euro kosten, hat ein Planungsbüro für eine Machbarkeitsstudie errechnet – und für ein Feuerwehrhaus mit einer Grundfläche von gut 2200 Quadratmetern 11,25 Millionen Euro veranschlagt.
Vorbild ist der
Modulbau in Rehna
So viel möchte die Gemeinde Timmendorfer Strand nicht ausgeben. Deswegen hat die Verwaltung in Absprache mit der Feuerwehr „den Ausführungsstandard auf das Nötigste begrenzt“, wie es in einer Vorlage für den Bauausschuss heißt. Orientiert habe man sich dabei am 2025 fertiggestellten Feuerwehrhaus in Rehna in Mecklenburg-Vorpommern, das in Modulbauweise errichtet wurde und sechs Millionen Euro gekostet hat.
Bei welcher Summe die Timmendorfer tatsächlich landen werden, ist noch unklar. Zunächst hat die Kommunalpolitik 200.000 Euro für Planung und „Grundlagenermittlung“ freigegeben.