Unter dem Motto „Wir feiern die Weber-Tradition in Eutin – Musik erleben in besonderer Atmosphäre“ verbindet das Festival klassische Musik, Jazz, moderne Konzertformate und Nachwuchsförderung zu einem sommerlichen Kulturwochenende unter freiem Himmel. Gleichzeitig steht das Festival im Zeichen des Weber-Jahres 2026 und erinnert an den Komponisten Carl Maria von Weber, dessen Name eng mit Eutin verbunden ist.
Beim Presseauftakt stellte die Stiftung das umfangreiche Programm vor. Zahlreiche Mitwirkende und Unterstützer waren gekommen, darunter Dirigent Hilary Griffiths, der Chorleiter der Plöner Kantorei Henner Schwerk, Mitglieder des Eutiner Festspielchors sowie Monika Magiera vom Förderverein der Eutiner Festspiele. Auch Vertreter des Schleswig-Holstein Musik Festivals und der Kulturstiftung Ostholstein nahmen teil.
Kulturelles Signal für
die Zukunft der Festspiele
Schon während der Vorstellung wurde deutlich, dass das Sommerfestival weit mehr sein soll als eine Reihe von Konzerten. Vielmehr verstehen die Organisatoren die Veranstaltung als kulturelles Signal für Eutin und die Zukunft der Festspiele.
Hans-Wilhelm Hagen, Geschäftsführer der Stiftung Neue Musik-Impulse Schleswig-Holstein, erinnerte daran, welche Bedeutung die Eutiner Festspiele über Jahrzehnte für die Stadt und die Region gehabt hätten. Die Festspiele hätten Generationen geprägt, kulturelle Identität geschaffen und Menschen zusammengebracht. Genau daran wolle man mit dem Sommerfestival anknüpfen. „Mit dem Sommerfestival möchten wir für Eutin ein kulturelles Zeichen setzen“, sagte Hagen bei der Vorstellung des Programms. „Es geht uns darum, die Weber-Tradition dieses Ortes sichtbar zu machen und zugleich zu zeigen, dass aus Erinnerung auch Zukunft entstehen kann.“
Dabei spielte auch die aktuelle Situation rund um die Eutiner Festspiele eine Rolle. Mehrere Beteiligte äußerten die Hoffnung, dass insbesondere die Oper weiterhin ein fester Bestandteil der Festspiele bleiben werde. „Die Verbindung aus hochkarätiger Musik und der besonderen Atmosphäre in Eutin macht dieses Festival zu einem außergewöhnlichen Erlebnis“, erklärte der langjährige Festspiel-Dirigent Hilary Griffiths.
Freitag, 5. Juni –
Festspiel-Abend für Eutin
Den Auftakt des Festivals bildet am Freitag, 5. Juni, der „Festspiel-Abend für Eutin“ von 20 bis 22.30 Uhr. Im Mittelpunkt steht dabei Carl Maria von Weber. Griffiths kehrt für diesen Abend als musikalischer Leiter nach Eutin zurück und gestaltet gemeinsam mit Festivalorchester und Chor ein Programm, das die Geschichte der Festspiele musikalisch widerspiegeln soll.
Während der erste Teil des Konzerts Werken von Weber gewidmet ist, erinnert der zweite Teil mit Musik von George Gershwin, Edvard Grieg und dem berühmten Gefangenenchor aus Verdis „Nabucco“ an die Vielfalt vergangener Festspielproduktionen. Unter dem Leitgedanken „Eutin feiert Weber – Eutin steht zu den Festspielen“ soll ein Konzertabend entstehen, der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft miteinander verbindet.
Ein besonderer Höhepunkt des Abends wird zudem ein eigens entwickeltes KI-Video sein. Gemeinsam mit Videokünstler Mauricio Garcia und Schülerinnen und Schülern der Weber-Schule Eutin entsteht eine digitale Inszenierung, in der Carl Maria von Weber die Gäste persönlich begrüßt.
Sonnabend, 6. Juni –
„Let’s Dance in den Sommer“
Am Sonnabend, 6. Juni, folgt mit „Let’s Dance in den Sommer“ von 20 bis 22.30 Uhr ein Konzertabend voller französischer Lebensfreude. Gemeinsam mit dem französischen Akkordeonisten Christophe Lampidecchia, den European Jazz Companions und unter der Leitung des aus Paris zugeschalteten Pierre Bertrand entsteht ein musikalischer Sommerabend zwischen Musette, Jazz und französischer Eleganz.
Titel wie „La Bohème“, „Sous le ciel de Paris“, „Libertango“ oder „La Foule“ sollen das Publikum auf eine musikalische Reise mitnehmen und gleichzeitig zum Mitwippen und Genießen einladen.
Sonntag, 7. Juni –
Jazzfrühschoppen
Den Abschluss bildet am Sonntag, 7. Juni, von 11 bis 14 Uhr ein Jazzfrühschoppen auf dem Festspielgelände. Dabei steht mit Dr. Iske und seiner Band „100 Meter Glück“ auch ein musikalischer Beitrag aus Eutin selbst im Mittelpunkt. Neben neuen Liedern sollen dabei ebenfalls musikalische Bezüge zu Carl Maria von Weber aufgegriffen werden.
Junge Talente
auf der Bühne
Besonderen Raum gibt das Sommerfestival zudem dem musikalischen Nachwuchs. Bereits am Freitagnachmittag präsentieren Schülerinnen und Schüler von 14 bis 17 Uhr eigene Kompositionen und Klangideen in einer Revue, die sich unter anderem mit Webers „Aufforderung zum Tanz“ beschäftigt. Die Projekte entstehen im Rahmen digitaler Bildungsangebote der Stiftung und sollen jungen Menschen neue Zugänge zur klassischen Musik eröffnen.
Am Sonnabend folgt zusätzlich von 14 bis 17 Uhr ein Band-Contest für Nachwuchskünstlerinnen und Nachwuchskünstler aus der Region.
Tickets gibt es bei allen bekannten Vorverkaufsstellen oderim Internet unter www.classicalbeat.de/ticket