Bereits vor Jahren haben sich die Eigentümer der Immobilien deshalb zu dem Verein Kulturdenkmale auf dem Graswarder zusammengeschlossen. Jetzt lassen sie auf eigene Initiative Buhnen bauen. Das Ziel: Durch die Holzpfahlreihen, die weit in die Ostsee hineinreichen, sollen die Wellen gebrochen und Sand angesammelt werden. Im Bestfall verbreitert sich so die Strandfläche.
Spaziergänger können das Vorhaben vor Ort bestaunen. Große Bagger stehen am Strand, die erste Reihe ist schon komplett fertig. Genauere Informationen zum Zeitplan oder den Kosten will der Verein derzeit nicht bekannt geben. Eine entsprechende Anfrage beim Vorsitzenden blieb unbeantwortet. Die Homepage des Vereins nennt aber eine Kostenschätzung von 700.000 bis 800.000 Euro.
Buhnen dürfen bis zuKlar ist aber, dass die Arbeiten die nächsten Monate andauern werden. Rund ein Dutzend Buhnen werden gebaut. Anders als vor dem Steinwarder hat der Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz des Landes Schleswig-Holstein (LKN) eine Länge der Pfahlreihen bis zu 120 Meter genehmigt.
Schon vor rund 100 Jahren wurde der Graswarder mit dieser Methode geschützt. Alte Bilder belegen: Damals war der Strand deutlich breiter. Doch als in den 70er Jahren der Küstenschutz verrottete, begann er zu schwinden. Sieben Jahre hat es gedauert, bis die jetzige Maßnahme genehmigt wurde.
Steinwarder: Erste
Erfolge sind sichtbar
Auch anderswo wird auf Buhnen gesetzt: Erst in diesem Jahr war das Testfeld vor dem westlichen Steinwarderstrand erweitert worden. Nur rund 50 bis 60 Meter ragen die Reihen ins Wasser – weniger als für die optimale Wirkung nötig wäre. Doch der Schutz von Seegraswiesen ging vor, das LKN setzte deshalb Grenzen.
Wie erfolgreich die Maßnahme der Heiligenhafener Verkehrsbetriebe am Ende ist, soll ein Monitoring zeigen. Jedes Jahr wird dafür die Küste vermessen. Zeigt sich, dass sich der Zustand verschlechtert, müssen die Buhnen auf eigene Kosten zurückgebaut werden.