Dieser zweite Halt sei vor Jahren gestrichen worden, erläuterte Bendfeldt im Antrag der WUB, um die Reisedauer von Lübeck nach Kiel zu verkürzen. „Nach der Umstellung auf Elektroantrieb ist der Betreiber in der Lage, die Stopps kürzer zu gestalten“, argumentieren die WUB-Vertreter. Deswegen könne ein zweiter Halt in Pönitz umgesetzt werden. Der sei wichtig, weil es in dem Ort die Emmi-Bonhoeffer-Schule gibt, die knapp 1000 Schüler besuchen.
„Künftig wird es sogar vier Halte pro Stunde geben“, berichtete Andreas Geist dazu. Denndie Bahnverbindung Lübeck-Kiel soll weiter ausgebaut werden, damit dort schnellere Züge fahren können. Die schaffen die 80 Kilometer lange Strecke dann in weniger als 60 Minuten. Derzeit sind es 70 oder 88 Minuten, je nachdem, ob die Züge unterwegs sieben oder zehn Mal halten. Halten sie nur sieben Mal, fallen die Stopps in Pansdorf, Pönitz und Kiel-Elmschenhagen weg.Doch der komplette Ausbau der Bahnstrecke Lübeck-Kiel wird noch auf sich warten lassen. Bereits seit 2010 fertig ist zwar nach Angaben von Nah.SH der erste Abschnitt des Ausbaus zwischen Preetz und Ascheberg (Kreis Plön). Der zweite Abschnitt zwischen Preetz und Kiel solle nach Möglichkeit 2026 angegangen werden, heißt es.
Für den dritten Abschnitt – die lange Strecke zwischen Ascheberg und Bad Schwartau, auf der auch Pönitz und Gleschendorf liegen – gibt es allerdings laut Nah.SH-Sprecher Dennis Fiedel noch keinen Zeitplan.
Erfolge dieser Ausbau, bekomme Pönitz pro Stunde zwei Halte von Regionalzügen und zwei von der S-Bahn pro Fahrtrichtung, hatte Andreas Geist erklärt. So genau will sich der Nah.SH-Sprecher aber nicht festlegen. „Über das genaue Haltekonzept der einzelnen Züge wurde noch nicht entschieden“, sagt Dennis Fiedel. Und im Rahmen des Konzepts „S-Bahn Lübeck“ sei zwar eine S-Bahn zwischen Lübeck, Eutin und Malente vorgesehen – doch die Umsetzung des S-Bahn-Konzeptes für Lübeck sei „derzeit nicht absehbar“.
Mit dem dritten Bauabschnitt könnte außerdem in Gleschendorf ein neuer Bahnhaltepunkt entstehen, der im Bereich desalten, ehemaligen Haltepunktesliegen würde, berichtet Dennis Fiedel. Diese Haltestelle wurde 1985 stillgelegt.Im Zuge des Streckenausbaus soll ein zweites Gleis südlich von Eutin gelegt, ansonsten aber die bestehende Gleisanlage behalten werden. „Insgesamt soll eine deutliche Erhöhung der Streckengeschwindigkeiten erfolgen“, sagt Dennis Fiedel. Das Ziel von Nah.SH: Die Züge sollen statt wie bisher mit maximal 120 Kilometern pro Stunde künftig bis zu 160 Kilometer pro Stunde fahren können. Damit würde die Fahrt von Lübeck nach Kiel, wie angepeilt, weniger als eine Stunde dauern.
Nah.SH hat bereits die Erneuerung diverser Schrankenanlagen und Straßen an Bahnübergängen ab 2028 angekündigt, unter anderem in der Gemeinde Ratekau: Der Bahnhof in Pansdorf soll einen zweiten Bahnsteig bekommen, undein neuer Haltepunkt soll in Techau entstehen. Dort muss auch der Bahnübergang erweitert werden.