Nach derzeitigem Kenntnisstand befand sich der siebenjährige Junge am 19. März in Begleitung eines Schulkameraden in der Pause auf dem Schulhof der Grundschule in der Christian-Westphal-Straße. Gegen 12 Uhr soll der Mann mit dem Kind Kontakt aufgenommen haben. Mehr ist von der unheimlichen Begegnung noch nicht bekannt.
Die Kinder vertrauten sich einer Lehrkraft an, die sofort die Polizei informierte. „Trotz umfangreicher Fahndungsmaßnahmen wurde die von den Kindern beschriebene Person nicht mehr angetroffen“, sagt Jule Kirschning, Sprecherin der Polizeidirektion Lübeck. Die Schulleitung erteilte Verhaltenshinweise und informierte die Eltern.
Die Kriminalpolizei in Neustadt hat die Ermittlungen aufgenommen. Es werden Zeugen gesucht, denen der verdächtige Mann am Mittwochvormittag im Bereich der Grundschule oder auch im Stadtgebiet von Grömitz aufgefallen ist. Der vorliegenden Beschreibung nach soll es sich bei dem Tatverdächtigen um einen etwa 70 Jahre alten Mann mit weiß-grauen, kurzen Haaren gehandelt haben. Er trug eine rote Jacke, ein rotes Stirnband, eine schwarze Hose sowie schwarze Schuhe.
Wer den Mann kennt oder Hinweise zu seinem Aufenthalt machen kann, wird gebeten, sich mit der Kriminalpolizei in Neustadt unter Telefon 045 61/615 41 in Verbindung zu setzen.
Die Polizei gibt folgende Verhaltenstipps: Eltern und Angehörige können ihre Kinder für derartige Situationen altersgerecht sensibilisieren, ohne sie zu verängstigen. Wenn die Kinder von bedrückenden Vorfällen berichten, sollte ihnen Vertrauen und Aufmerksamkeit entgegengebracht werden. Mit den Kindern können Verhaltensregeln, wie „ich gehe nie mit einer fremden Person mit und steige in kein fremdes Auto“, „ich lasse mich nicht durch Lockangebote beeinflussen“ oder „ich erzähle vertrauten Personen davon, wenn ich von einem Fremden angesprochen wurde“ aufgestellt werden.