Max Thienel, Geschäftsführer des Unternehmens „notonlyproducts“ aus Bad Segeberg, stellte Süseler Gemeindevertretern dafür im Planungsausschuss ein Konzept vor. Seit dreieinhalb Jahren sorge er für automatische Nahversorgung in Ballungszentren und kleinen Gemeinden, berichtete er.
Der Hauptstandort seines Unternehmens ist Bad Segeberg, es ist aber mittlerweile an 28 Standorten vertreten, beispielsweise in Ahrensbök und Klein Rönnau. In Bad Oldesloe unterhalte er eine Niederlassung für die Geräte, sagte Max Thienel. Ursprünglich habe er Gespräche mit der Eutiner Verwaltung geführt, sei dann aber in Kontakt mit Süsels Bürgermeister Adrianus Boonekamp (CDU) gekommen.
„Hier gibt es ja so gut wie gar keine Nahversorgung“, konstatierte Thienel. Er habe sich Gedanken gemacht, wie und wo er im Hauptort etwas realisieren könne. Ins Auge gefasst hat er einen Standort an der Bäderstraße, gegenüber der Feuerwehr.
In der Regel stellt notonlyproducts ein oder zwei Automaten auf. Er sei gewillt, das Investitionsvolumen in Süsel etwas zu erhöhen, sagte Max Thienel und verdeutlichte seine Vorstellungen anhand einer Visualisierung.
Sie zeigt mehrere Automaten in Reihe, untergebracht in einem veredelten Container. Für diesen müsste nach Thienels Ausführungen die Gemeinde sorgen, dafür könne sie Förderung beantragen, sagte er. Die Zahlung sei unproblematisch, versicherte er: „Es geht in bar und mit allen möglichen Karten.“
Die Sortimente konzentrierten sich laut Thienel auf Zielgruppen. Er zählte „Getränke, Snacks, Süßes, Herzhaftes und Verbrauchsartikel“ auf.
Ausschussvorsitzender Klaus Berger (CDU) sorgte sich, dass es in Thienels Automaten überwiegend Snacks geben könnte. „Wir wollen Nahversorgung. Das bieten Ihre Automaten nicht“, sagte er.
„Wir arbeiten mit regionalen Produzenten zusammen, können das Sortiment anpassen und alles anbieten, was gewünscht wird. Wenn Sie wollen, verkaufen wir auch Regenschirme“, sagte der Segeberger Unternehmer. Er habe ein Standardsortiment. „Ich bin aber erpicht auf Feedback von den Standorten und reagiere darauf.“
Auf Nachfragen sagte Thienel, dass er von überall her beliefert werde, auch vom Großmarkt. Routen und Lieferungen würden in Bad Segeberg zusammengestellt. „Die Preise im Automatenverkauf liegen deutlich unter denen an Tankstellen. Sie sind vergleichbar mit denen von Rewe“, erklärte er.
Wolfgang Schümann (FWS) sagte: „Das Konzept ist ansprechend. Aber ich kann mir das eher am Strand vorstellen. Wir wünschen uns eine Versorgung mit Grundnahrungsmitteln.“ Thienel darauf: „Das können wir auch.“
Aus CDU und SPD gab es Stimmen, sich auch das Format von Tante Enso vorstellen zu lassen. „Wir wollen uns die beste Möglichkeit heraussuchen“, sagte Klaus Berger.
Einen Tante Enso Mini-Supermarkt, in dem 24/7 eingekauft werden kann, gibt es beispielsweise seit März 2023 in Sarau (Gemeinde Glasau). Dort sind rund 2800 Artikel im Sortiment. Besitzer einer Kundenkarte können den Laden rund um die Uhr betreten und einkaufen. Die Kundenkarte öffnet die Türen und ermöglicht das bargeldlose Bezahlen der Waren an den Scannerkassen.
„Während ein Supermarkt nur bis 19, 20 Uhr geöffnet hat, kann man bei uns 24/7 Cola, Süßigkeiten und Verbrauchsartikel bekommen“, warb er.