Zuvor hatte es aber offenbar erhebliche Probleme in dem Restaurant gegeben. „Seit der Anmeldung des Gewerbes im Jahr 2023 fanden vermehrt Kontrollen des Fachdienstes Lebensmittelsicherheit und Tiergesundheit statt“, berichtet Ostholsteins Kreissprecherin Annika Sommerfeld. Dabei seien am 10. September dieses Jahres erhebliche Mängel festgestellt worden.
Es wurden Schädlinge entdeckt und Hygienemängel im Sanitärbereich notiert. Die Ratten seien dabei im hinteren Teil des Gebäudes bei den Müllbehältern gesichtet worden. Der Inhaber wurde daraufhin aufgefordert, einen Schädlingsbekämpfer zu beauftragen. Der Bereich wurde zudem abgesperrt. Bei einer Nachkontrolle fünf Tage später waren keine Ratten mehr vorhanden, berichtet Annika Sommerfeld.
Zudem sollen die hygienischen Zustände auf den Personaltoiletten mangelhaft gewesen sein – auch hier wurde nachgebessert. Eine behördliche Schließung zogen die Vorfälle allerdings nicht nach sich. Der Inhaber wurde selbst tätig und meldete das Gewerbe ab. Ein behördliches Eingreifen erfolgt nach Prüfung des Einzelfalls, erklärt die Kreissprecherin. Entscheidend ist dabei vor allem, ob eine Gefahr für Gäste besteht. Das war im „Ellas“ aber nicht der Fall.
Folgen könnte das Ganze dennoch haben: Denn trotz der Abmeldung des Gewerbes werden mögliche Konsequenzen seitens des Kreises Ostholstein geprüft. Welche das genau sind, lässt der Kreis unbeantwortet.
Ob und wie es eventuell mit einem neuen Betreiber weitergeht, ist derzeit unklar. Denn das Gewerbe könnte theoretisch jederzeit wieder angemeldet werden. Wer griechisch essen will, findet in Eutin zahlreiche Alternativen. Mit dem Restaurant Pantheon, dem Akropolis, dem Syrtaki und dem Kretaner gibt es gleich vier Möglichkeiten. Im benachbarten Malente befinden sich zudem mit dem Rhodos und dem Tospitaki zwei weitere griechische Restaurants.