Im Mittelpunkt des Projekts steht die Entwicklung einer mobilen Navigationslösung. Sie soll insbesondere Frauen, aber auch generell Menschen mit erhöhtem Sicherheitsbedarf dabei unterstützen, Wege auszuwählen, die sicherheitsoptimiert sind. Dafür wertet das System mithilfe Künstlicher Intelligenz Informationen unterschiedliche Quellen aus. Dazu können beispielsweise Kriminalitätsstatistiken, Polizei- und Presseberichteoder Hinweise aus den Sozialen Netzwerken gehören. Aus diesen Angaben soll eine dynamische Bewertung möglicher Risiken entstehen, die in die Routenplanung einfließt.
Bei der Entwicklung setzt die AImera Group auf eine lokale Verarbeitung der Daten und einen eigenen KI-Server. Sensible Informationen müssen damit nicht in einer öffentlichen Cloud verarbeitet werden. Datenschutz, Anonymität, transparente Verfahren und eine diskriminierungsfreie Datenverarbeitung gehören zu den zentralen Anforderungen des Projekts.
Bis Ende März 2027 soll ein praxistauglicher Prototyp entstehen, der anschließend gemeinsam mit Partnern unter realen Bedingungen weiterentwickelt werden kann. Perspektivisch könnte die Technologie auch Kommunen und öffentliche Einrichtungen dabei unterstützen, Informationen zur Sicherheit im öffentlichen Raum auszuwerten und bei der Stadt- und Infrastrukturplanung zu berücksichtigen.
Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf knapp 200.000 Euro. Das Land übernimmt über die KI-Förderrichtlinie 75 Prozent der förderfähigen Kosten. Der Bewilligungszeitraum läuft noch bis zum 31. März 2027.