Lübeck/Ostholstein.
Nach aktuellen Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) wurden 2025 insgesamt 74 Fälle Rotavirus-Infektionen in Lübeck gemeldet, 2024 waren es 45. Im Kreis Ostholstein waren es 2024 noch 58, 2025 hingegen 137. „Rotaviren sind eine der häufigsten Erreger für schwere Magen-Darm-Erkrankungen bei Kindern. „Aufgrund der steigenden Zahlen raten wir allen Eltern, unbedingt die empfohlenen Impfungen bei Säuglingen vorzunehmen und auf bestimmte Hygieneregeln zu achten“, sagt AOK-Serviceregionsleiter Reinhard Wunsch. Rotaviren verursachen Durchfall, Erbrechen und Bauchschmerzen. Besonders für Säuglinge und Kleinkinder kann die Erkrankung durch den Flüssigkeits- und Salzverlust gefährlich werden. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt für Säuglinge eine Schluckimpfung, die von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt wird. Je nach Impfstoff sind zwei oder drei Dosen im Abstand von mindestens vier Wochen nötig. Rotaviren sind hoch ansteckend und werden meist über Hände, Gegenstände oder verunreinigte Lebensmittel übertragen.