Im Bauausschuss der Gemeinde Scharbeutz stimmten die Mitglieder den Beschlüssen zur Aufstellung eines Bebauungsplans für Gebiete rund um Schulendorf und Obersteenrade zu. Das bedeutet: Der Bebauungsplan für das Vorhaben ist rechtens. Eine gute Nachricht für die Scharbeutzer Bürgermeisterin Bettina Schäfer (parteilos), deren Verwaltung die mit keinerlei Kosten verbundene Bauleitplanung für die Solarparks übernimmt. „Wir brauchen auf Dauer den Strom“, sagt sie.
Zum einen soll nördlich und südlich des Weges zum Hof Stille bei Obersteenrade, an der Grenze zu den Gemeinden Ahrensbök und Süsel, auf 13 Hektar Land klimafreundlicher Strom produziert werden. Zum anderen machten die Bauausschussmitglieder den Weg frei für den Solarpark Schulendorf. Am Wirtschaftsweg Richtung Sarkwitz sowie am Wirtschaftsweg Richtung Gleschendorf sind auf fünf, insgesamt 32 Hektar großen Flächen Photovoltaik-Anlagen geplant.
Dagegen wurden die Pläne, an der Landesstraße 309 kurz vor dem Ortsschild von Pönitz am Alten Kirchweg und zwischen Schulendorf und Gleschendorf am Wirtschaftsweg Solarparks zu bauen, wieder verworfen. Der Grund laut Schäfer: Der Investor hat seine Pläne für die Standorte zurückgezogen.
Die abschließende Entscheidung über die Solarpark-Planungen wird in der Gemeindevertretung am Mittwoch, 23. September, ab 18 Uhr im Kurparkhaus in Scharbeutz gefällt.
Die Verwaltungschefin geht davon aus, dass das Thema bis dahin und darüber hinaus noch für Diskussionsbedarf in den Gremien und bei Anwohnern sorgen wird. Dafür habe sie volles Verständnis. Solarparks und auch Windkraftanlagen würden das Landschaftsbild massiv verändern, sagt Bettina Schäfer. Auch sie persönlich müsse sich an das Bild noch gewöhnen. Deshalb betont die Verwaltungschefin mit Blick in eine klimaneutrale Zukunft mit Sonnen- und Windenergie: „Wir müssen da mit hoher Sensibilität, Maß und Mitte rangehen. Wir wollen diese Maßnahmen, aber wir wollen in unserer Heimat auch noch gut leben“, sagt Schäfer.