Der Kirchenmusiker und Cembalist Jan Weinhold gestaltet das Programm auf der Kopie eines historischen Hamburger Cembalos aus dem Jahr 1741. Das Instrument bringt den originalen Klang des Barock direkt in die Kirche. Die ausgewählten Werke spiegeln dabei bedeutende Meilensteine der Musikgeschichte wider. Den Beginn macht Louis Couperins Passa-caille in C, die als eine der kunstvollsten und monumentalsten Schöpfungen der französischen Cembalomusik des 17. Jahrhunderts gilt. Das Werk fasziniert durch seine besondere Rondo-Struktur, bei der ein ernster Refrain immer wiederkehrt und sich mit emotional dichten Zwischenspielen abwechselt, was eine meditative Tiefe entfaltet. Danach folgt Johann Sebastian Bachs Suite in a-Moll (BWV 818a), die Bachs frühe Meisterschaft auf dem Gebiet der „Claviermusik“ dokumentiert und zeigt, wie souverän er schon in jungen Jahren kontrapunktische Gelehrsamkeit mit der Eleganz französischer Tanzformen verband. Den Abschluss bildet Wolfgang Amadeus Mozarts Fantasie in d-Moll (KV 397). Das Stück bricht mit den typischen klassischen Formvorgaben, dokumentiert Mozarts Kunst des freien Improvisierens und verweist durch abrupte Stimmungswechsel bereits weit voraus auf den emotionalen Ausdruck der Romantik.
Vorab gibt es eine kurze Einführung in die Werke. Im Anschluss beantwortet Jan Weinhold Fragen der Gäste zur Musik und zum historischen Instrument. Der Eintritt ist frei, Spenden für die kirchenmusikalische Arbeit am Ausgang sind willkommen.