Sierksdorf prüft Steuer
für Stellplätze von Dauercampern
150 Euro pro Jahr könnten fällig werden.

Sierksdorf. Die Gemeinde Sierksdorf benötigt mehr Einnahmen. Eine Möglichkeit, diese zu generieren, ist die Einführung einer Stellplatzsteuer. Bei dieser würden Dauercamperinnen und Dauercamper zur Kasse gebeten.

„Die Verwaltung wurde beauftragt, eine Gebührensatzung zu erstellen. Die Einführung wurde noch nicht beschlossen“, erlärt Bürgermeister Carsten Bruhn (FWV). Laut Tourismus-Service gibt es etwa 300 Dauerstellplätze in der Gemeinde Sierksdorf. Würde man bei einem geschätzten Mietpreis von 1500 Euro im Jahr – pro Stellplatz – eine Steuer in Höhe von zehn Prozent erheben, fielen pro Platz 150 Euro an. „Bei circa 300 Dauerstellplätzen wären dies Steuereinnahmen in Höhe von rund 45.000 Euro im Jahr“ – diese Schätzung geht aus einer Vorlage für die vergangene Gemeindevertretung hervor.

Sollte die Gemeinde Sierksdorf die Steuer tatsächlich einführen, wäre sie nicht die erste im Kreis Ostholstein. Die Stadt Neustadt erhebt eine solche seit 2024. Ebenfalls fällig wird die Steuer in Scharbeutz. Dort werden Dauercamper seit 2012 zur Kasse gebeten. Pro Jahr kommen dort gut 55.000 Euro von 474 Beitragspflichtigen zusammen. ser
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