Koch-Erfahrung habe er reichlich, berichtet der Diplom-Kaufmann und Motor-Journalist, und in diesem Jahr hat der 65-Jährige noch einiges mehr auf die harte Tour gelernt. Denn Burkhard Aden war Kandidat in der 15. Staffel der TV-Kochshow „The Taste“, die seit 2013 auf dem Sender Sat.1 läuft.
„The Taste” funktioniert, vereinfacht dargestellt, so: Prominente Köche agieren als Juroren und entscheiden nach einer Blindverkostung zubereiteter Speisen, wer in ihr Team kommt. Die Kandidaten müssen unter anderem vorgegebene Gerichte kochen, und nach und nach scheiden immer mehr von ihnen aus. Die Siegerin oder der Sieger erhält eine beachtliche Prämie, zuletzt waren es 50.000 Euro, und kann ein eigenes Kochbuch herausbringen.
„Das ist die härteste Kochshow von allen“, bilanziert Burkhard Aden. Zu seiner Bewerbung habe ihn die Moderatorin Angelina Kirsch während einer Unicef-Gala in Timmendorfer Strand motiviert. „Insgesamt haben sich 8500 Leute beworben“, sagt Burkhard Aden. „90 haben es zum Probekochen geschafft, 30 in eine weitere Ausscheidung, und am Ende gab es 16 Plätze für die Show.“ Davon habe er einen errungen. Wie weit er es geschafft hat, darf er nicht verraten, denn die 15. Staffel wird erst ab Oktober gesendet.
Wenn „The Taste 2026“ ausgestrahlt wird, dürfte Burkhard Adens Lokal an der Niendorfer Strandstraße 138 bereits seit einigen Monaten am Start sein, denn er möchte ab heute öffnen. In dem gemütlichen, in klaren Farben gehaltenen Restaurant boten in den vergangenen Jahren drei verschiedene Betreiber Burger, italienische und zum Schluss griechische Gerichte an. Seit Februar habe es leergestanden, sagt der neue Pächter.
„Ich habe einige Zeit nach dem passenden Lokal gesucht“, erklärt Burkhard Aden, der mit seiner Frau Silvia in Timmendorfer Strand wohnt. Das „MeerGenuss“ habe 30 Innen- und 40 Außenplätze.
„Tagsüber planen wir eine Bistro-Karte“, berichtet der neue Niendorfer Gastronom, mit Salaten, Fischbrötchen, Burgern, Frikadellen, Flammkuchen, hausgemachtem Kartoffelsalat oder auch Trüffelpommes. Ab 17 Uhr will Burkhard Aden eine abwechslungsreiche Palette von Bouillabaisse und Bruschetta über Fleisch, Fisch und Vegetarisches bis zu Ofenkartoffeln und Kinderspeisen anbieten. „Deutsche Küche mit mediterranen und französischen Einflüssen“, erläutert er, „und alles frisch, nichts aus der Tüte.“
Zunächst wolle er testen, was wie ankommt und was sich die Gäste wünschen. „Wichtig ist mir ein vernünftiges Preis-Leistungs-Verhältnis“, sagt er. Er plane, täglich und ganzjährig zu öffnen. Einheimische seien ausdrücklich und herzlich willkommen. Ins Programm nehme er auch Catering sowie Veranstaltungen wie Oktoberfest oder Grünkohlessen, kündigt Burkhard Aden an – und vielleicht ja noch mehr, denn beim Thema Kochen ist er nicht zu bremsen.