Auf dem Weg zum Jugendparlament
Engagierte Jugendliche bringen frische Ideen in den Sozial- und Kulturausschuss Scharbeutz.

Möchten ihre Gemeinde aktiv mitgestalten: Lasse Tanneberger (v.li.), Tom Pendzialek, Henri Richenberger, Tjara Hente und Leni van Soest.Foto: Gemeinde Scharbeutz
Scharbeutz. Große Ideen, starke Stimmen und jede Menge Motivation: Ende Mai hatten fünf Jugendliche ihren ersten offiziellen Auftritt als Jugendbeteiligungsgruppe im Scharbeutzer Sozial- und Kulturausschuss und zeigten dabei eindrucksvoll, wie engagiert sich junge Menschen für ihre Gemeinde einsetzen möchten.

Mit dabei waren Tom Pendzialek, Leni van Soest, Lasse Tanneberger, Tjara Hente und Henri Richenberger. Gemeinsam präsentierten sie verschiedene Ideen und Projekte, die das Freizeit- und Gemeinschaftsleben für Kinder und Jugendliche bereichern sollen.

Besonders kreativ wurde es beim Thema „Legale Graffitiwand“, das von Henri vorgestellt wurde. Die Idee: eine offiziell freigegebene Wand, an der Jugendliche legal sprayen und ihre Kreativität ausleben können. Die Graffitiwand soll nicht nur Kunst ermöglichen, sondern auch ein neuer Treffpunkt für Jugendliche werden. In anderen Städten seien ähnliche Projekte bereits erfolgreich umgesetzt worden.

Ein weiteres großes Thema war der Wunsch nach einem neuen Jugendtreff. Vorgestellt wurde dieser von Lasse und Tom. Der aktuelle Pavillon in Pönitz sei aus Sicht vieler Jugendlicher zu klein und aufgrund der Lage an den Bahnschienen wenig attraktiv. Deshalb wurden neue Ideen für geeignete Räume eingebracht, unter anderem die alte Volksbank in Pönitz oder das Feuerwehrgerätehaus in Scharbeutz. Besonders wichtig sei den Jugendlichen dabei ein moderner Treffpunkt mit verschiedenen Räumen, wie einem Gaming-Raum, einem Kreativraum oder Lernmöglichkeiten.

Auch das Thema Freizeitangebote kam nicht zu kurz: Leni stellte die Idee regelmäßiger Jugendpartys am Jugendstrand in Scharbeutz vor. Gerade für Jugendliche zwischen 13 und 16 Jahren gebe es bislang nur wenige Möglichkeiten, gemeinsam feiern und Zeit verbringen zu können. Die geplanten Veranstaltungen mit Musik, Getränken und guter Stimmung sollen genau dafür einen sicheren und schönen Rahmen schaffen.

Praktisch und nachhaltig wurde es beim Vorschlag von Tjara. Sie sprach über das Problem herumliegender Pfandflaschen. Als Lösung stellte sie sogenannte „Pfandmülleimer“ vor, spezielle Halterungen an Laternen oder Mülleimern, in die Pfandflaschen gestellt werden können. So müssen Pfandsammler nicht im Müll suchen und gleichzeitig bleibt das Ortsbild sauberer. Vorbilder dafür gibt es bereits in anderen Gemeinden wie in Timmendorfer Strand.

Wer ebenfalls Lust hat, sich einzubringen und etwas in der Gemeinde zu bewegen, kann per E-Mail an jugendarbeit@gemeinde-scharbeutz.de Kontakt aufnehmen.
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