Bislang hatte der Kreis die Unterhaltung und Betreuung seiner Straßen und Radwege dem Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV.SH) übertragen. Dieser bleibt auch weiterhin ein wichtiger Partner. Nach Angaben des Kreises reichen die verfügbaren Kapazitäten jedoch nicht mehr aus, um den steigenden Sanierungsbedarf zu decken.
Während über den LBV.SH für alle beteiligten Kreise zusammen künftig ein Maßnahmenvolumen von rund 26 Millionen Euro pro Jahr realistisch erscheint, liegt der jährliche Bedarf allein in Ostholstein bei bis zu 20 Millionen Euro. Tatsächlich könnten über die bisherigen Strukturen perspektivisch nur rund drei Millionen Euro pro Jahr umgesetzt werden. „Die Entwicklung der vergangenen Jahre zeigt klar, dass wir handeln müssen“, erklärt Landrat Timo Gaarz. Der Erhaltungsbedarf der Kreisstraßen und Radwege steige kontinuierlich an.
Mit eigenen personellen und fachlichen Ressourcen will der Kreis künftig Maßnahmen schneller vorbereiten, ausschreiben und begleiten. Ziel ist es, das jährliche Investitions- und Umsetzungsvolumen schrittweise auf bis zu rund elf Millionen Euro zu erhöhen. Kreistag und Kreisverwaltung unterstützen diesen Kurs gemeinsam. Damit sollen notwendige Infrastrukturprojekte künftig wieder stärker direkt aus dem Kreis Ostholstein heraus vorangetrieben werden.