Liebeserklärung ans Kloster Cismar
Pianistin Anbée Benecke widmet dem besonderen Ort eigene Kompositionen.

Anbée Benecke (v.li.), Andrea Herkelmann, Fielmann Oldenburg, und Pastorin Gesa Paschen freuen sich schon aufs Konzert.Foto: KKOH/Heinen
Grömitz. Das Kloster Cismar, Bäderstraße 1003, wird am morgigen Sonntag, 17. Mai, ab 11.30 Uhr Schauplatz einer ganz besonderen musikalischen Premiere: Bei der Matinee „Liebeserklärung an ein Kloster“ bringt die Pianistin und Komponistin Anbée Andrea Benecke drei eigens für das Kloster geschriebene Musikstücke zur Uraufführung. Inspiriert wurde sie von einem Besuch im vergangenen Jahr – und von der besonderen Atmosphäre des historischen Ortes. Vor allem eine alte Kastanie im Innenhof des Klosters berührte die Musikerin tief. „Ich habe mich so wohlgefühlt. Die Kastanie hat mich an meine Kindheit erinnert“, erzählt Benecke. Aufgewachsen auf dem Dorf, sammelte sie als Kind über Jahre Kastanien, um sich ihr Klavier selbst zu finanzieren. Die Erinnerungen und Eindrücke ihres Aufenthalts in Cismar inspirierten sie schließlich zu den drei neuen Kompositionen.

Die Finanzierung dieses Musikprojekts haben die Oldenburger Niederlassung des Optikers Fielmann und die Fielmann AG übernommen. Benecke übergab jetzt eine handschriftliche Ausfertigung der Notenblätter.

Neben den neuen Werken spielt Benecke bei der Matinee auch Stücke aus ihrem Zyklus „Lichtklang Hamburg“, mit dem sie Wahrzeichen und besondere Orte ihrer Heimatstadt musikalisch porträtiert. Ergänzt wird das Programm durch Kompositionen von Mozart, Schubert und Debussy sowie durch ein Werk des mittelalterlichen Musikers Guillaume de Machaut.

Das Konzert ist Teil der von der Künstlerin und Remise-Betreiberin Dorothea Jöllenbeck und dem Kirchenkreis getragenen Schriftkunst-Ausstellung „damals – gestern – heute“, die noch bis zum 2. August im „Kunstraum Remise“ des Klosters zu sehen ist. Die Ausstellung widmet sich der Schriftkunst und zeigt Werke der verstorbenen Künstler Hans-Heinrich Path und Hannelore Fischer, die das kulturelle Leben des Klosters in den vergangenen Jahrzehnten prägten. Ergänzt wird die Schau durch Reproduktionen mittelalterlicher Schriften aus der ehemaligen Klosterbibliothek.

Die Matinee dauert rund zwei Stunden, der Eintritt beträgt 10 Euro. Sowohl die Klosterkirche als auch der Kunstraum sind barrierefrei erreichbar.

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