Tickende Zeitbomben im Meer

Pönitz. Die letztjährige Sonderausstellung „Munition im Meer – Das explosive Erbe“ im Museum für Regionalgeschichte in Pönitz, Lindenstraße 23, wurde aufgrund der großen Resonanz und Aktualität ergänzt und aktualisiert und ist nun wieder regelmäßig geöffnet.

Das Regionalmuseum thematisiert mit der Sonderausstellung die Bergung der Munitionsaltlasten in der Ostsee, dazu gehören die Methoden, mit denen die Munition aufgespürt und kartiert wird, die Bergungskonzepte, die Gefahren, die von den rostenden Waffen für Mensch und Tier aus-gehen, und die Geschichte der Munitionsverklappungen.

Das ehrenamtlich arbeitende Museumsteam erhielt Informationen zum aktuellen Stand von den Wissenschaftlern und Praktikern, die an der Meeresuntersuchung, der Pilotbergung und an der Erforschung der Gefahren, die von den Altlasten ausgehen, beteiligt sind und hat diese Informationen in die Ausstellung eingearbeitet.

Ein weiteres Highlight im Museum ist die Präsentation der historischen Glasnegative des Fotografen Julius Simonsen aus Klingberg, der „Pönitzer Schweiz“ und Scharbeutz von circa 1921 bis 1939. Diese Glasnegative wurden von der Fielmann Museumsförderung erworben, digitalisiert und dem Museum für Regionalgeschichte geschenkt. Sie haben nun einen Platz in der Dauerausstellung gefunden.

An der nächsten Ausstellung zum Thema „Cap-Arcona-Katastrophe“ wird zurzeit noch gearbeitet, dieser neu gestaltete Ausstellungsraum soll im Laufe dieses Monats eröffnet werden.

Das Museum öffnet am Dienstag von 15 bis 18 Uhr und am Sonnabend und Sonntag von 14 bis 17 Uhr. Die Sonderausstellung soll bis zum 8. Dezember gezeigt werden, der Eintritt ist frei. Die umfangreiche Begleitbroschüre zur Ausstellung, die alle Themen enthält, ist auch weiterhin für 6 Euro im Museum erhältlich. Besuche und Führungen für Gruppen und Schulklassen außerhalb der Öffnungszeiten können per Mail an museum@museum-scharbeutz.de vereinbart werden. Mehr Infos gibt es auf der Webseite des Museums unter www.museum-scharbeutz.de oder auf der Facebook-Seite des Museums.

Druckansicht