Das Einbeziehen der „Zukunft von morgen“ hält die Scharbeutzer Bürgermeisterin Bettina Schäfer für „extrem wichtig“. „Das ist der beste Weg, Jugendliche einzubinden, um Demokratie zu schützen und zu leben“, sagt Schäfer mit Blick auf das geplante Parlament.
Ein erstes Info-Treffen mit interessierten Jugendlichen gab es schon. Es zeigte, dass reges Interesse besteht, bei jugendrelevanten Themen der Gemeinde mitreden zu wollen. Weitere Veranstaltungen und Gespräche sollen folgen. Arbeitskreise an den Schulen, in denen der politische Nachwuchs Wünsche und Anregungen für das Parlament sammelt. „Das Parlament wird mit den Jugendlichen zusammen auf den Weg gebracht“, erklärt Schäfer.
Jürgen Brede freut sich, wenn bei der Gründung der neuen Gruppe am Ende auch motivierte junge Scharbeutzer bereitstehen. „Die Jugendlichen müssen bereit sein, sich zur Wahl zu stellen und das Parlament mit Leben zu füllen“, erklärte der Vorsitzende des Sozial- und Kulturausschusses, in dem die Verwaltungsmitarbeiterinnen der Abteilung Kinder- und Jugendarbeit Anna Kianica und Nele Dettbarn über den aktuellen Stand, den Zeitplan und die Ziele berichteten.
Brede erklärt, dass die endgültige Entscheidung nach dem Sommer gefällt werde. Mit den landesweiten Wahlen der Kinder- und Jugendvertretungen in Schleswig-Holstein, die im November 2027 stattfinden, soll das Scharbeutzer Parlament aber gegründet sein, versichert der Scharbeutzer SPD-Fraktionsvorsitzende. „Bis dahin fällt spätestens der Startschuss“, betont er.
Brede ist sich sicher, dass das neue Parlament die Gemeinde bereichern wird. „In der heutigen Zeit sind kritische Jugendliche gefragter denn je.“