So präsentierten sich die Bürgermeister-Kandidaten
350 Besucher wollten Dennis Jaacks und Teja Kanthak in Ratekau sehen.

Die Bürgermeister-Kandidaten Dennis Jaacks (li.) und Teja Kanthak stellten sich in der Møn-Halle vor.Fotos: Sabine Jung
Ratekau. In welchen Punkten unterscheiden sich die beiden Bürgermeister-Kandidaten für Ratekau? Das wollte Moderator Klaus Teuschner beim ersten Vorstellungsabend herausarbeiten. Das Interesse war groß: Etwa 350 Besucherinnen und Besucher kamen in die Ratekauer Møn-Halle, wo sich Dennis Jaacks und Teja Kanthak fair und sachlich präsentierten.

Auf ihren vermutlich größten Unterschied wiesen die unabhängigen, parteilosen Aspiranten auf den Posten des Bürgermeisters von Ratekau selbst mehrfach hin. „Als Nicht-Verwaltungsmitarbeiter kann ich als Moderator agieren und unterschiedliche Sichtweisen verbinden“, sagte der 52-jährige Bankkaufmann und Wohnungsverwalter Teja Kanthak. Der 41-jährige Kämmerer Dennis Jaacks hob im Gegenzug eben gerade seine Erfahrung in der Ratekauer Verwaltung hervor, in der der Diplom-Verwaltungswirt seit 13 Jahren arbeitet.

Aufgeregt, aber sachlich

Beiden Kandidaten waren die intensive Vorbereitung auf den Abend und eine gewisse Aufregung anzumerken. Dennoch konzentrierten sie sich komplett auf ihre Inhalte und blieben von einer emotionalen Auseinandersetzung denkbar weit entfernt.

Erfahrung als Führungskraft reklamierten beide für sich – Dennis Jaacks als Leiter der Finanzabteilung der Gemeinde und als Fußballtrainer, Teja Kan­thak als Geschäftsführer mit bis zu 14 Mitarbeitern und Ausbilderschein. Um das Problem des seit vier Jahren leerstehenden Küchen-Rath-Komplexes im Ratekauer Zentrum zu lösen, plädierte Teja Kanthak für einen Runden Tisch und „sanften Druck“ der Gemeinde. Dennis Jaacks zeigte sich offen für den Wunsch nach einem Kunstrasenplatz in Ratekau, wie ihn Pansdorf und Sereetz bereits haben – verwies allerdings auf die „riesige Investition“, die dafür nötig sei.

Zum Thema Radwege-Konzept schilderte Teja Kanthak seinen Ärger über den Radweg von Ratekau nach Sereetz. „Dort gibt es zehn Schlaglöcher, die mich schon mehrere Speichen gekostet haben“, berichtete er. „Ich verstehe nicht, warum man das nicht einfach reparieren lassen kann, zum Beispiel vom Bauhof, auch wenn das ein Radweg des Landes ist.“ Dennis Jaacks erläuterte seine Idee von einer Ratekau-App mit folgenden Inhalten: „Neuigkeiten, Termine, Warnmeldungen, Nachbarschaftshilfe und ein Mängel-Melder.“

„Was wollen Sie gegen

Einbrüche unternehmen?“

Nachfragen aus dem Publikum gab es kaum. Eine Zuschauerin wollte wissen, was die Kandidaten gegen die vermehrte Zahl von Einbrüchen in der Gemeinde unternehmen wollen. „Auf Prävention setzen“, sagte Dennis Jaacks dazu, „beispielsweise durch Beleuchtung und Kameras.“ So sah das auch Teja Kan­thak, der ergänzend dazu riet, jeden verdächtigen Vorgang der Polizei zu melden, damit diese möglicherweise ihre Präsenz in der Region erhöhe.

Etwa 12.900 Wahlberechtigte in der Gemeinde Ratekau können am Sonntag, 8. März, darüber entscheiden, wer der neue Bürgermeister von Ratekau wird. Der bisherige Amtsinhaber Thomas Keller tritt nach 18 Jahren nicht noch einmal an – und blieb der Vorstellungsrunde in der Møn-Halle fern. Keller halte sich aufgrund seiner Neutralitätspflicht zurück, erklärte Moderator Klaus Teuschner.Wer sich die Aufzeichnung des Abends durch das Team von Pönitz TV ansehen möchte, findet sie auf der Internetseite der Gemeinde unter www.ratekau.de. Die Kandidaten stellen sich und ihre Ziele zudem auf eigenen Internetseiten vor, und zwar unter www.dennis-jaacks.de und www.tejakanthak.de saj

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