Für rund 20 Millionen Euro errichtet der Lübecker Investor Marco Fibelkorn mit der Schmiede-Projekt GmbH auf dem rund 11.000 Quadratmeter großen Areal zwischen Ahrensböker Straße, Am Mühlenberg und Hohlweg 64 Eigentumswohnungen. Insgesamt sind zehn Gebäude in dem Quartier geplant. Das Besondere: Zwei Komplexe kauft die Gemeinde für 5,6 Millionen Euro, um dort 18 sozial geförderte Wohnungen anbieten zu können. Dafür gibt es einen Förderzuschuss von 1,7 Millionen Euro.
Bürgermeisterin: „Ein großer Gewinn für Stockelsdorf“
„Dass wir heute hier stehen, ist ein Beweis für Ausdauer und das gemeinsame Ziel, Wohnraum zu schaffen, wo er am dringendsten benötigt wird. Sieben Jahre mögen lang erscheinen, doch sie waren notwendig, um ein Quartier zu planen, das Qualität und soziale Verantwortung vereint“, sagte Fibelkorn anlässlich des ersten Spatenstichs mit rund 40 Gästen. Der Investor lobte dabei die konstruktive und lösungsorientierte Zusammenarbeit mit der Gemeinde Stockelsdorf. Bürgermeisterin Julia Samtleben: „Was hier entsteht, ist für Stockelsdorf ein großer Gewinn.“
Die 18 Wohnungen werden eine Entlastung für den angespannten Wohnungsmarkt in Stockelsdorf bieten. „Wir haben 150 Personen auf der Liste, die auf geförderten Wohnraum warten“, berichtete Samtleben.
„Ich bin sehr froh, dass wir mit Marco Fibelkorn einen verlässlichen Partner an unserer Seite haben.“ Trotz aller Herausforderungen für die Baubranche sei es nun gelungen, gemeinsam die rechtzeitige Projektumsetzung zu erreichen. Hintergrund: Die Fördermittel vom Land Schleswig-Holstein gibt es nur, weil der Baubeginn noch in 2025 erfolgt ist. So hat das Team von Meier-Bau aus Schwarzenbek unlängst mit dem Aushub der Baugruben begonnen. „Mit dem Hochbau starten wir so in der fünften oder sechsten Kalenderwoche des nächsten Jahres“, kündigte Meier-Bau-Betriebsleiter Christian Grüneberg an. Das „Quartier 91“ wird nach den Plänen von Architekt Wolfgang Kriese und Projektleiterin Linda Kücks umgesetzt.
Die Fertigstellung des ersten Bauabschnitts mit den sozial geförderten Wohnungen soll Ende 2027 erfolgen. Die hochwertigeren anderen Gebäude, die jeweils über Fahrstühle und Tiefgaragen verfügen, werden nach und nach errichtet. Die Bauabschnitte 3 und 4 sollen bis Mitte/Ende 2029 fertig sein. Die Nachfrage ist bereits gut. Laut Fibelkorn-Projektleiter Jan Bohnsack sind schon insgesamt 22 Einheiten verkauft und elf reserviert.
Stockelsdorfs Bauamtsleiter Jan-Christian Ohm: „Das Angebot passt sehr gut. Die Objekte sind gut geeignet für Leute, die ihr Haus verkaufen und in Stockelsdorf bleiben wollen.“
Baustart Max-Hamerich-
Straße in 2026 geplant
In Sachen sozialer Wohnraum wird die Gemeinde Stockelsdorf auch an anderer Stelle nachlegen. Bürgermeisterin Samtleben: „Für 2026 haben wir noch eine Mittelreservierung für ein weiteres gefördertes Bauvorhaben in der Max-Hamerich-Straße. Wir sind besonders froh, dass unsere politischen Gremien trotz der angespannten Haushaltslage diese Projekte zur Schaffung geförderten und damit bezahlbaren Wohnraums ermöglichen.“
Damit dort auch die enge Zeitvorgabe eingehalten werden kann, hat die Politik den Sperrvermerk für die Planungsmittel in Höhe von 520.000 Euro jüngst aufgehoben und damit auch ein klares Signal gesetzt. Das Gesamtprojekt in der Max-Hamerich-Straße wird um die 4 Millionen Euro kosten. Dort sollen zwei Gebäude mit insgesamt elf geförderten Wohnungen entstehen. Wie hoch der Förderzuschuss ein wird, steht noch nicht fest.