Pläne für Lachswehrbrücken
Bauwerke über die Alte Trave sollen nacheinander saniert werden.

Die Untere Lachswehrbrücke wird ersetzt. Der Zeitpunkt steht allerdings noch nicht fest.Foto: Kröger
Lübeck. Die Hansestadt Lübeck plant die Sanierung von zwei Geh- und Radwegbrücken am Elbe-Lübeck-Kanal. Genauer gesagt geht es um die Obere und die Untere Lachswehrbrücke. Beide führen über die Alte Trave.

Die Untere Lachswehrbrücke liegt in Nachbarschaft zur „großen“ Lachswehrbrücke, über die der Autoverkehr fließt. Die Obere Lachswehrbrücke liegt ein Stück weiter südwestlich. Gemeinsam sind sie die Verbindung zu einer Insel zwischen Kanal und Alter Trave, auf der sich ein Kleingartengelände und ein Sportboothafen befinden. Der Wanderweg am Kanal führt ebenfalls über die beiden Bauwerke. Die Funktion der Brücken ist gleich, doch der geplante Umfang der Arbeiten unterscheidet sich. Die Untere Lachswehrbrücke soll neu gebaut werden.

Aktuell handelt es sich um eine Fünfeld-Stahlträgerbrücke mit Holzbohlenbelag. Sie soll ersetzt werden durch eine Dreifeldbrücke mit zwei tiefgegründeten Stahlbetonwiderlagern und zwei Stützen. Wegen des ansteigenden Wasserspiegels soll sie mindestens einen halben Meter höher werden, als sie aktuell ist.

Die Baumaßnahme muss noch von der Politik beschlossen werden. Das soll geschehen, sobald detaillierte Informationen zu Konstruktion, Kosten und Bauzeit vorliegen. Noch ist die Stadt ganz am Anfang ihrer Planungen. Die erste Phase der Ausschreibung läuft derzeit. Im Haushaltsentwurf sind – gestreckt über die Jahre 2026 bis 2028 – insgesamt vier Millionen Euro eingeplant.

Die Obere Lachswehrbrücke ist eine genietete Dreifeld-Stahlfachwerkträgerbrücke. Sie hat ebenfalls einen Holzbohlenbelag. Das Bauwerk soll nicht ersetzt, sondern grundhaft instandgesetzt werden. In diesem Zusammenhang soll es ebenfalls höher werden als im Ist-Zustand.

Der Hauptausschuss hat die Maßnahme am 11. März beschlossen. Die geplanten Kosten: 1,3 Millionen Euro. Die erste Ausschreibung hatte allerdings noch keinen Erfolg. Laut Stadt ist dabei kein wirtschaftliches Angebot eingegangen. „Sprich: Die Kosten waren viel zu hoch“, sagt Stadtsprecherin Nicole Dorel.

Damit die Insel erreichbar bleibt, soll an den Brücken nacheinander gearbeitet werden. Die Betroffenen sollen im Vorfeld einbezogen und über mögliche Einschränkungen informiert werden. Erst wenn die Ausschreibungen Erfolg hatten, kann die Stadt sagen, wann und wie lange gebaut wird. hvs
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