Starke Muskeln, starke Knochen
Wie Muskelaufbau vor Osteoporose schützt

Osteoporose – oft auch Knochenschwund genannt – gehört weltweit zu den häufigsten Erkrankungen im höheren Alter. Allein in Deutschland sind mehr als 2 Millionen Menschen betroffen, vor allem Frauen nach den Wechseljahren. Anlässlich des Weltosteoporosetags am 20. Oktober erklärte Chaled Qarizada, Physiotherapeut und Gründer von Physio CKI, wie wichtig Muskelaufbau für die Knochengesundheit ist:

„Viele Menschen glauben, dass man sich bei beginnender Osteoporose schonen sollte, um Brüche zu vermeiden – doch das Gegenteil ist der Fall. Knochen brauchen aktive Stoß- und Zugreize, um stark zu bleiben. Durch Bewegung werden die Zellen angeregt, neue Knochensubstanz einzulagern und die Dichte der Knochenstruktur zu erhalten. Gleichzeitig schützt eine kräftige Muskulatur das Skelett wie ein natürliches Korsett. Sie sorgt für Stabilität, verbessert das Gleichgewicht und senkt das Sturzrisiko drastisch. Es ist nie zu spät, damit anzufangen, denn auch im hohen Alter lässt sich die Knochendichte noch gezielt unterstützen.

Am intensivsten werden die Knochen durch Sportarten gestärkt, bei denen sie das eigene Körpergewicht tragen müssen, wie Nordic Walking oder Wandern. Auch gezieltes Krafttraining kann die knochenaufbauenden Zellen aktivieren. Wer unsicher ist, wie man am besten startet, kann sich in der Physiotherapie passende Übungen zeigen lassen. Schwimmen oder Radfahren sind zwar fantastisch für Herz und Kreislauf, reichen als Reiz für den Knochenaufbau allein jedoch oft nicht aus, da der Körper bei diesen Sportarten kaum die eigene Last tragen muss. Wer bereits von Osteoporose betroffen ist, sollte außerdem bei Sport aufpassen, bei dem die Wirbelsäule verdreht wird – wie Golf oder Tennis. Denn diese Bewegungsabläufe erhöhen das Risiko für Wirbelkörperbrüche.“

Weitere Informationen gibt es unter www.physio-cki.de

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