Neue Brücke soll im November fertig sein
Arbeiten an Querung über Alte Schwartau: Schulweg zwischen Sereetz und Bad Schwartau bald wieder hergestellt.

Baustellen-Inspektion am Bauplatz für die neue Brücke zwischen Sereetz und Bad Schwartau: Andreas Hachmeister (li.) und Bauamtsleiter Akbar Nassery überprüfen den Bauzeitplan.Foto: Sebastian Prey
Bad Schwartau. Mehr als zwei Jahre lang wurde über eine neue Brücke an der Ortsgrenze zwischen Sereetz und Bad Schwartau beraten. Seit zwei Monaten laufen die Bauarbeiten. Nun ist das Wellstahlbauwerk eingesetzt, über das künftig wieder ein Geh- und Radweg die Alte Schwartau queren soll.

Der Weg zum Neubau war lang. Die alte Brücke war marode, ihre Tragfähigkeit nicht mehr nachgewiesen. Das 1922 errichtete Bauwerk musste deshalb vollständig gesperrt und anschließend abgebrochen werden. Jetzt entsteht an gleicher Stelle eine neue Verbindung zwischen der Ratekauer Dorfschaft Sereetz und Bad Schwartau.

„Wir sind gut im Plan“, sagt Andreas Hachmeister, der das Projekt für das Bauamt Bad Schwartau begleitet. Er rechnet damit, dass die Verbindung in wenigen Wochen fertig ist. „Im November sollte es klappen.“

Auf der Baustelle wurde in den vergangenen Wochen das Wellstahlbauwerk montiert: Die Röhre, durch die die Alte Schwartau künftig fließen soll, war in Einzelteilen angeliefert und vor Ort aus rund 50 Teilen zusammengesetzt worden. Mittlerweile ist das rund 19 Meter lange und etwa zehn Tonnen schwere Bauteil eingebaut.

Dafür wurde die Baugrube tief ausgehoben und mit einer Tragschicht versehen. Eigens dafür musste das Grundwasser abgesenkt werden. „Über eine Pumpe werden rund 25.000 Liter Grundwasser pro Stunde gefördert und umgeleitet“, berichtet Hachmeister.

Bevor die Baugrube erweitert werden konnte, wurde auch die Alte Schwartau über Rohre umgeleitet. Inzwischen setzen die Strabag-Mitarbeiter Christian Laarz und Mario Dohrmann die Palisaden und Winkelstücke am Ein- und Auslass. „In der nächsten Woche läuft das Wasser hier schon wieder durch“, kündigt Dohrmann an.

Bei dem Bauvorhaben spielt auch der Natur- und Gewässerschutz eine Rolle. Wöchentlich findet eine biologische Baubegleitung statt. Bauamtsleiter Akbar Nassery sagt: „Der Eingriff in die Natur ist mit dieser Bauweise schon wesentlich größer als bei einem herkömmlichen Brückenbauwerk.“

Eine Besonderheit ist die Otterberme. Sie soll Kleintieren ermöglichen, das Gewässer entlang der neuen Querung besser zu passieren. Dafür wurden rund 75 Tonnen ungebrochene Natursteine in die Röhre gelegt. Sie sollen den Tieren eine sichere Passage bieten.

Nach dem Einbau folgt die Verfüllung der Baustelle. Dafür werden um die 2000 Kubikmeter Erde bewegt. Anschließend wird der asphaltierte Überbau erstellt. „Es handelt sich zwar um einen reinen Rad- und Gehweg“, sagt Hachmeister, „aber die Brücke ist auch mit schweren Fahrzeugen befahrbar.“

Mit dem Neubau soll auch wieder ein sicherer und verlässlicher Schulweg zwischen Sereetz und Bad Schwartau entstehen. „Der momentane Umweg über die Landesstraße ist wirklich kein guter Zustand“, sagt Nassery.

Die reinen Baukosten ohne Planungs- und Baunebenkosten liegen bei rund 537.000 Euro. Die Stadt erhält Fördermittel von rund 400.000 Euro aus dem Sonderprogramm „Stadt und Land“ des Bundes. sep
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